Speaker werden: Der vollständige Leitfaden vom Thema bis zur ersten Konferenzbühne
Speaker wirst du, indem du ein Fachthema wählst, das deine Kundschaft beschäftigt, daraus einen Vortrag machst und ihn bei passenden Fachkonferenzen einreichst. Eine Ausbildung oder einen geschützten Titel braucht es dafür nicht, über die Zusage entscheidet ein Programmkomitee anhand deines Vorschlags. Für Expertinnen und Experten im B2B lohnt sich der Weg vor allem als Akquisekanal, weil auf Fachkonferenzen die Menschen sitzen, die Aufträge vergeben. Dieser Leitfaden beantwortet die Fragen, die angehende Speaker am häufigsten stellen, und führt zu den Beiträgen, die jede Frage vertiefen.

Speaker wirst du, indem du ein Fachthema wählst, das deine Kundschaft beschäftigt, daraus einen Vortrag machst und ihn bei passenden Fachkonferenzen einreichst. Eine Ausbildung oder einen geschützten Titel braucht es dafür nicht, über die Zusage entscheidet ein Programmkomitee anhand deines Vorschlags. Für Expertinnen und Experten im B2B lohnt sich der Weg vor allem als Akquisekanal, weil auf Fachkonferenzen die Menschen sitzen, die Aufträge vergeben. Dieser Leitfaden beantwortet die Fragen, die angehende Speaker am häufigsten stellen, und führt zu den Beiträgen, die jede Frage vertiefen.
Was bedeutet es, Speaker zu werden?
Ein Speaker ist jemand, der auf einer Veranstaltung vor Publikum über ein Thema spricht, für das er als Fachmann oder Fachfrau gilt. Im Deutschen stehen dafür drei Wörter nebeneinander: Im Programm einer Fachkonferenz heißt es meist Speaker, in der Einladung eines Verbands Referentin oder Referent, im Bericht über eine Festveranstaltung Redner. Die Unterschiede zwischen den drei Begriffen erklärt der Beitrag Speaker, Referent, Redner.
Für diesen Leitfaden zählt eine Unterscheidung, die über alles Weitere entscheidet. Ein Teil der Speaker lebt von der Bühne selbst, sie werden über Rednervermittlungen gebucht und für den Auftritt bezahlt. Der weit größere Teil spricht, weil er Expertise verkauft: Beraterinnen und Freelancer ebenso wie Geschäftsführer oder Fachleute aus Unternehmen, die über einen Vortrag zeigen, wie sie ein Problem lösen, und danach mit den Menschen ins Gespräch kommen, die vor diesem Problem stehen. Welche Rollen es auf der Bühne gibt und welche zu dir passt, beschreibt der Beitrag Welcher Speakertyp bist du?.
Der Ort dieser zweiten Gruppe ist die Fachkonferenz, also eine Veranstaltung, auf der sich Fachleute eines Gebiets ein oder zwei Tage lang über ihr Thema austauschen und dafür meist ein Ticket bezahlen. Eine Fachkonferenz unterscheidet sich von einer Messe, auf der Aussteller Produkte an Ständen zeigen, und von einem Barcamp, dessen Programm die Teilnehmer am Morgen selbst festlegen. Was eine Fachkonferenz ausmacht, steht im Beitrag Was ist eine Fachkonferenz?.
Warum lohnt es sich, als Experte Speaker zu werden?
Speaker zu werden lohnt sich für Expertinnen und Experten, deren Käufer auf Fachkonferenzen sitzen, weil ein Vortrag dort Vertrauen schneller aufbaut als jeder andere Kanal im B2B. Wer dir dreißig Minuten zugehört hat, kennt deine Denkweise an einem echten Problem und spricht dich danach als jemanden an, dessen Kompetenz er gesehen hat. Ein Veranstalter hat dich ausgewählt und vor sein Publikum gestellt, und diese Auswahl wirkt als Empfehlung, die du mit Werbung nicht kaufen kannst.
Die Wirkung reicht über den Saal hinaus. Wer dich später über eine Empfehlung, über LinkedIn oder deine Website findet, sieht, dass Konferenzen dich auf ihre Bühne holen, und begegnet dir mit einem Vorschuss an Vertrauen. Im B2B entscheiden über einen Auftrag meist mehrere Personen gemeinsam, und jede von ihnen will absichern, dass die Wahl vertretbar ist. Ein öffentlicher Auftritt liefert dafür ein Argument, das sich im Kaufgremium weitergeben lässt. Beide Wirkungen beschreibt der Beitrag Warum sollte ich Speaker werden? ausführlich.
Diese Werte sind Erfahrungswerte aus der Arbeit mit Kunden und keine Statistik. Sie zeigen, warum ein Vortrag wirtschaftlich über die Folgeaufträge zählt. Bei Beratungsmandaten im fünfstelligen Bereich bringt schon ein einzelner Auftrag mehr Umsatz, als die meisten Speaker im ganzen Jahr an Honoraren verdienen.
Brauche ich eine Speaker-Ausbildung?
Eine Speaker-Ausbildung ist für den Weg auf eine Fachkonferenz keine Voraussetzung, weil es für Speaker keine staatlich geregelte Ausbildung gibt und kein Programmkomitee nach einem Zertifikat fragt. Der Markt bietet trotzdem viel an: Wochenendseminare zu Rhetorik und Präsenz, Fernlehrgänge, mehrmonatige Programme mit eigenem Abschluss und Einzelcoachings. Die Preise reichen von einem dreistelligen Betrag für ein Seminar bis in den vierstelligen Bereich für ein Programm über mehrere Monate.
Was eine solche Ausbildung leistet, ist Bühnentraining. Du lernst, wie du Stimme und Pausen einsetzt, wie du einen Vortrag aufbaust und wie du mit Nervosität umgehst. Für Menschen, die vor Publikum stark verunsichert sind, ist das ein guter Einstieg. Was sie nicht liefert, ist die Bühne selbst: Die Konferenz, die dich ins Programm nimmt, gewinnst du über einen Vortragsvorschlag, der zum Publikum passt, und über die Zahl deiner Einreichungen. Wer nach einem Rhetorikkurs keine einzige Einreichung verschickt, steht ein Jahr später so weit wie vorher.
Für Expertinnen und Experten zählt auf einer Fachkonferenz vor allem die Substanz, weil ein Publikum aus Fachleuten einen holprigen Übergang schnell vergisst und sich an die Erkenntnis erinnert, die es mitgenommen hat. Was die verschiedenen Angebote kosten, was sie leisten und welche Wege dich schneller auf die Bühne bringen, vergleicht der Beitrag Speaker-Ausbildung.
Worüber soll ich als Speaker sprechen?
Dein Bühnenthema liegt an der Stelle, an der sich dein Fachwissen mit einem Problem deckt, das deine künftigen Kunden gerade beschäftigt. Programmkomitees suchen Vorträge, aus denen das Publikum etwas mitnimmt, das es am nächsten Arbeitstag anwenden kann, und sie erkennen sofort, ob jemand aus eigener Arbeit spricht. Ein gutes Thema ist deshalb eng geschnitten und konkret, es trägt eine These, die du mit Erfahrung aus Projekten belegen kannst. Wie du dieses Thema findest, steht im Beitrag Bühnenthema finden.
Die wichtigste Grenze zieht das Publikum selbst. Ein Vortrag, der wie eine Produktvorstellung klingt, verliert den Saal nach wenigen Minuten, und Veranstalter nehmen solche Vorschläge gar nicht erst an. Ein Fachvortrag, der ein Problem gründlich auseinandernimmt, verkauft dich dagegen ganz ohne Verkaufsfolie. Wo das Publikum diese Grenze zieht, erklärt der Beitrag Fachvortrag oder Werbevortrag.
Aus dem Thema wird ein Vortrag mit klarer Dramaturgie und einem Schluss, der etwas Bleibendes hinterlässt. Was einen guten Vortrag für die Bühne ausmacht, beschreibt der Beitrag Wie baue ich einen guten Vortrag?, und eine Agentur kann diese Entwicklung vom Thema bis zum fertigen Konferenzvortrag mit dir gemeinsam übernehmen.
Wie komme ich als Speaker auf meine erste Konferenzbühne?
Auf die meisten Fachkonferenzen kommst du über einen Call for Papers, also die öffentliche Ausschreibung, mit der eine Konferenz Vortragsvorschläge einsammelt. Du reichst dafür ein Abstract ein, eine kurze Beschreibung deines Vortrags mit Titel und Nutzen für das Publikum, dazu eine Speaker-Bio, also einen Absatz über dich und deine Erfahrung. Ein Programmkomitee aus Fachleuten bewertet die Vorschläge und stellt daraus das Programm zusammen. Wie dieses Verfahren von der Ausschreibung bis zur Zusage abläuft, beschreibt der Leitfaden zum Call for Papers.
Das Abstract ist das wichtigste Dokument auf diesem Weg, weil das Komitee nur dieses Stück Text von dir kennt. Es muss in wenigen Sätzen zeigen, welches Problem dein Vortrag löst, für wen er gedacht ist und was das Publikum danach anders macht. Was ein Abstract ist und was es enthält, steht im Beitrag Was ist ein Abstract für eine Konferenz?, und worauf Komitees beim Lesen achten, im Beitrag Was ein Programmkomitee sucht.
Neben dem Call for Papers gibt es zwei weitere Wege. Viele Konferenzen der Industrie und der Verbandswelt schreiben gar nicht öffentlich aus, dort führt die direkte Anfrage beim Veranstalter ins Programm. Wie eine Agentur solche Konferenzen erreicht, zeigt der Beitrag Veranstalter direkt anschreiben. Der zweite Weg führt über kleinere Formate wie Meetups oder Barcamps, auf denen du Bühnenpraxis sammelst und erste Referenzen bekommst, beschrieben im Beitrag Kleine Bühnen als Einstieg.
Wie viele Einreichungen braucht eine Zusage?
Eine Zusage braucht eine Serie von Einreichungen, weil marktüblich bei dieser Menge an Einreichungen höchstens 5 Prozent der Konferenzen zusagen. Mit unseren Einreichungen für Kunden erreichen wir bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz. Über alle Kunden hinweg haben wir 2.189 Abstracts eingereicht, von den 1.374 bereits entschiedenen wurden 94 angenommen, rund 7 Prozent je Abstract, und weil je Konferenz oft mehrere Abstracts eingehen, liegt die Quote je Konferenz deutlich darüber.
Aus diesen Quoten lässt sich rechnen, wie viele Konferenzen du ansprechen musst. Bei einer Quote p und n Einreichungen liegt die Chance auf mindestens eine Zusage bei 1 − (1 − p)^n. Wer marktüblich mit 5 Prozent je Konferenz rechnet und bei zwanzig Konferenzen einreicht, kommt rechnerisch auf rund 64 Prozent Chance auf mindestens eine Zusage. Gut jeder Dritte geht mit dieser Menge also ganz ohne Bühne aus der Runde, und das nach Wochen der Arbeit an Abstracts und Formularen.
Ablehnungen gehören zu diesem Weg, und sie sagen selten etwas über die Qualität eines Vortrags. Ein Komitee lehnt ab, weil ein ähnliches Thema schon im Programm steht, weil der Slot fehlt oder weil das Profil der Konferenz sich verschoben hat. Die vollständige Rechnung von der Einreichung zur Zusage steht in den Beiträgen Annahmequote bei Call for Papers und Wie viele Einreichungen braucht eine Zusage?.
Diese Arbeit übernimmt Stage Starter für dich: Wir finden die passenden Calls, schreiben die Einreichung und reichen ein. Danach fassen wir bei den Veranstaltern nach und begleiten dich bis zur Bühne. Du lieferst dein Fachwissen und gibst frei, die Stückzahl entsteht bei uns. Ab 990 Euro netto im Monat startet die Zusammenarbeit. Eine Zusage kann keine Agentur garantieren, weil darüber das Programmkomitee entscheidet.
Welche Konferenzen passen zu mir?
Zu dir passen die Konferenzen, auf denen deine künftigen Kunden im Publikum sitzen, und das sind oft andere als die größten oder bekanntesten. Der Markt ist groß: Das Meeting- & EventBarometer zählt für Deutschland 2,02 Millionen Präsenzveranstaltungen im Jahr 2025 mit 395,1 Millionen Teilnehmenden, und in unserer eigenen Datenbank stehen rund 22.700 Konferenzen, von denen zum Stichtag rund 1.500 einen offenen Call for Papers hatten. Für die Auswahl zählt, wer im Saal sitzt. Eine Konferenz mit Teilnehmenden aus der Geschäftsführung und den Fachbereichen deiner Zielbranche bringt mehr Aufträge als eine bekannte Großveranstaltung, auf der vor allem Studierende und Berufseinsteiger sitzen. Bekannte Namen wie die re:publica oder das OMR Festival ziehen viele Einreichungen an, während spezialisierte Branchentreffen oft das kaufkräftigere Publikum haben. Wie du die passenden Konferenzen findest, steht im Beitrag Wie finde ich die Konferenzen, die zu meinem Thema passen?.
Auf einer Konferenz gibt es mehrere Formate, vom kurzen Impulsvortrag über den klassischen Vortrag von dreißig bis fünfundvierzig Minuten bis zur Podiumsdiskussion und zum Workshop. Die Keynote, also der große Eröffnungs- oder Abschlussvortrag vor dem gesamten Publikum, wird meist auf Einladung vergeben. Welches Format sich für den ersten Auftritt eignet, beschreibt der Beitrag Welche Formate gibt es auf einer Konferenz?.
Was verdient ein Speaker? Honorar und Gage im Vergleich zu Pay to Speak
Was ein Speaker verdient, richtet sich nach seiner Bekanntheit und nach der Art der Veranstaltung: Einsteiger erhalten für einen bezahlten Vortrag rund 1.000 bis 3.000 Euro, erfahrene Profis 3.000 bis 6.000 Euro und bekannte Keynote-Speaker 6.000 bis 15.000 Euro. Speaker, die als Marke gelten, rufen 15.000 bis 50.000 Euro auf, und Prominente aus Politik, Sport oder Medien liegen darüber. Diese Spannen nennen Marktübersichten der Fachpresse übereinstimmend, sie gelten für gebuchte Vorträge auf Firmenveranstaltungen und Kongressen.
Auf Fachkonferenzen mit Call for Papers ist der Vortrag dagegen in der Regel unvergütet. Der Veranstalter stellt dir das Ticket, und je nach Konferenz übernimmt er Reise und Hotel. Für Expertinnen und Experten ist das der bessere Tausch, weil dort das Publikum sitzt, das Aufträge vergibt. Ein Beratungsmandat aus einem einzigen Vortrag übersteigt die Gage eines bekannten Keynote-Speakers oft um ein Vielfaches. Stage Starter bringt Expertinnen und Experten deshalb auf Fachbühnen, auf denen ihre Kundschaft sitzt. Alle Honorarstufen und ihre Kriterien stehen im Beitrag Speaker-Honorar und Gage.
Wann sich Pay to Speak rechnet und woran du ein solches Angebot erkennst, beschreibt der Beitrag Muss ich für die Bühne bezahlen?.
Was passiert zwischen Zusage und Auftritt?
Nach der Zusage beginnt die Arbeit am Auftritt selbst: Du klärst mit dem Veranstalter Technik und Ablauf, baust den Vortrag aus und planst die Reise. Ein eintägiger Auftritt in einer anderen Stadt kostet nach unserer Erfahrung zwei Reisetage, mit weiter Anreise oder Vorabend drei, die Vorbereitung kommt hinzu. Was du mit dem Veranstalter klären solltest, steht im Beitrag Was muss ich mit dem Veranstalter klären?.
Zur Vereinbarung gehört oft ein Referentenvertrag, der Nutzungsrechte an Folien und Aufzeichnung regelt und daneben Reisekosten sowie eine mögliche Absage festhält. Wer ein Honorar erhält, stellt eine Rechnung und muss die Umsatzsteuer richtig behandeln. Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung. Wie lange ein Vortrag üblicherweise dauert, welche Rolle die Fragerunde spielt und wie viele Folien sinnvoll sind, vertieft der Beitrag Wie lange dauert ein Vortrag?.
Wie wird aus einem Auftritt ein Auftrag?
Aus einem Auftritt wird ein Auftrag durch das, was nach dem Vortrag geschieht: Gespräche am Rand der Bühne, Kontakte, die du in den Tagen danach aufnimmst, und ein Nachfassen, das nach unserer Erfahrung innerhalb von zwei Wochen stattfinden sollte. Wer nach dem Vortrag abreist, ohne die Kontakte aus dem Saal zu sichern, verschenkt den größten Teil des Werts. Was nach der Konferenz passiert und wo dabei das Geschäft entsteht, beschreibt der Beitrag Was nach der Konferenz passiert.
Ein Vortrag wirkt auch nach dem Konferenztag weiter. Aus Aufzeichnung und Folien entstehen Beiträge für LinkedIn und Blog, die das Thema über Monate weitertragen, und Suchmaschinen wie KI-Assistenten nehmen Konferenzprogramme und Mitschnitte als Beleg für Expertise auf. Wie du aus einem Vortrag Content machst, steht im Beitrag Vortrag zu Content machen.
Wie lange dauert es, Speaker zu werden?
Vom Entschluss bis zum ersten Auftritt vergeht in der Regel ein halbes Jahr, weil zwischen Einreichungsschluss und Konferenz Monate liegen und die ersten Einreichungen erst gebaut werden müssen. Unsere Auswertung von 2.415 Konferenzen, die für 2026 Vortragsplätze öffentlich ausschreiben, zeigt einen Vorlauf zwischen Einreichungsschluss und Konferenzbeginn von im Median 50 Tagen, im Durchschnitt 65 Tagen. Wer die Fristen verpasst, wartet auf die nächste Ausgabe der Konferenz, oft ein ganzes Jahr. Den vollständigen Ablauf vom Call for Papers bis zur Bühne beschreibt der Beitrag Wie lange dauert es vom Call for Papers bis zur Bühne?.
Im ersten Jahr sind nach unserer Erfahrung ein bis drei Auftritte realistisch. Vier bis sechs Auftritte im Jahr decken den Anteil, den die Bühne an deinem Akquisejahr übernimmt, und dieser Anteil ergänzt deine anderen Kanäle. Was im ersten Jahr drin ist und wie sich die Zahl der Auftritte danach entwickelt, steht im Beitrag Das erste Jahr als Speaker.
Was übernimmt eine Speaker-Agentur?
Eine Speaker-Agentur für Experten übernimmt die Arbeit zwischen deinem Fachwissen und der Bühne: Sie entwickelt Thema und Abstracts, sucht die passenden Konferenzen und reicht dort ein, und sie begleitet dich bis zum Auftritt. Sie unterscheidet sich damit von einer Redneragentur, die bekannte Redner gegen Honorar an Veranstalter vermittelt und dabei vom Veranstalter bezahlt wird. Den vollständigen Überblick über Leistungen und Kosten gibt der Leitfaden zur Speaker-Agentur.
Der Einstieg bei Stage Starter beginnt oft mit einem Speaker Audit ab 2.000 Euro netto, in dem wir dein Thema und die Zielkonferenzen vor der ersten Einreichung prüfen. Was ein Speaker Audit enthält und wann er sich rechnet, beschreibt der Beitrag Was ist ein Speaker Audit?. Am stärksten rechnet sich das Modell für Beraterinnen und Geschäftsführer mit hohen Auftragswerten, deren Kundschaft auf Fachkonferenzen sitzt und deren Zeit im Tagesgeschäft gebunden ist.
Häufige Fragen
Wie werde ich Speaker ohne Erfahrung?
Ohne Erfahrung wirst du Speaker, indem du bei Konferenzen einreichst, die Programme anhand des Abstracts auswählen. Viele Programmkomitees bewerten Vorschläge ohne Blick auf Referenzen, und kleinere Formate wie Meetups nehmen neue Stimmen gern auf. Nach zwei oder drei Auftritten hast du die Referenzen, die größere Konferenzen sehen wollen.
Was kostet eine Speaker-Ausbildung?
Eine Speaker-Ausbildung kostet von einem dreistelligen Betrag für ein Wochenendseminar bis in den vierstelligen Bereich für ein Programm über mehrere Monate. Einen staatlich geregelten Abschluss gibt es nicht, jeder Anbieter vergibt sein eigenes Zertifikat. Für die Zusage einer Fachkonferenz spielt dieses Zertifikat keine Rolle.
Kann sich jeder Speaker nennen?
Jeder darf sich Speaker nennen, weil die Bezeichnung kein geschützter Berufstitel ist. Glaubwürdig wird sie durch Auftritte, die im Programm einer Konferenz stehen und sich nachprüfen lassen. Eine Liste vergangener Vorträge zählt bei Veranstaltern mehr als jeder Titel.
Wie viel verdient ein Speaker pro Vortrag?
Ein Speaker verdient pro bezahltem Vortrag als Einsteiger rund 1.000 bis 3.000 Euro, als erfahrener Profi 3.000 bis 6.000 Euro und als bekannter Keynote-Speaker 6.000 bis 15.000 Euro. Auf Fachkonferenzen mit Call for Papers ist der Vortrag meist unvergütet, dafür sitzt dort das Publikum, das Aufträge vergibt. Für Expertinnen und Experten ist ein einziger Auftrag aus dem Saal mehr wert als jede Gage.
Wie lange dauert es, bis ich auf einer Konferenz spreche?
Bis zum ersten Auftritt vergeht in der Regel ein halbes Jahr. Die ersten Einreichungen brauchen einige Wochen Vorbereitung, und zwischen Einreichungsschluss und Konferenz liegen im Median 50 Tage, bei vielen Konferenzen deutlich mehr. Wer laufend einreicht, hat danach regelmäßig Auftritte im Kalender.
Brauche ich einen fertigen Vortrag, bevor ich einreiche?
Einen fertigen Vortrag brauchst du für die Einreichung nicht, weil das Programmkomitee nur Titel, Abstract und Bio liest. Den Vortrag baust du nach der Zusage aus, dafür bleiben meist mehrere Wochen. Das Thema und die Kernaussage solltest du aber vor der Einreichung klar haben, weil das Abstract beides verspricht.
Brauche ich eine Speaker-Agentur, um Speaker zu werden?
Eine Speaker-Agentur ist keine Voraussetzung, sie spart dir die Arbeit, die zwischen Fachwissen und Bühne liegt. Selbst einzureichen ist die aufwendigere Alternative, weil Recherche, Abstracts, Formulare und Nachfassen viele Stunden im Monat binden. Eine Agentur bringt die Stückzahl an Einreichungen, die für regelmäßige Zusagen nötig ist.
Auf welcher Sprache sollte ich einreichen?
Du reichst in der Sprache ein, in der die Konferenz ihr Programm ausschreibt. Viele europäische Konferenzen arbeiten auf Englisch und öffnen ihre Calls für Speaker aus anderen Ländern, deutschsprachige Fachkonferenzen erwarten ein deutsches Abstract. Wer beide Sprachen anbietet, verdoppelt die Zahl der erreichbaren Bühnen.
Wenn du wissen willst, welche Konferenzen für dein Thema in Frage kommen und wie eine Serie von Einreichungen für dich aussehen würde, sprich mit uns im Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam auf dein Fachgebiet, deine Kundschaft und die Bühnen, auf denen sie sitzt.

Marin Niehues ist Management-Berater und internationaler Speaker. Mit Niehues Consulting begleitet er Organisationen von Scaleups bis DAX40-Konzernen, auf der Bühne hat er über 100 internationale Konferenzeinladungen gesammelt.
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