# Speaker-Honorar und Gage: Was Speaker verdienen und was ein Vortrag wirklich wert ist

Autor: Marin Niehues, Stage Starter · Veröffentlicht: 2026-10-22
Thema: Honorar & Geschäft (https://www.stage-starter.de/blog/thema/honorar/)
Quelle: https://www.stage-starter.de/blog/speaker-honorar-und-gage/

Ein Speaker-Honorar liegt im deutschsprachigen Raum für Einsteiger meist bei 1.000 bis 3.000 Euro je Vortrag, für bekannte Keynote-Speaker bei 6.000 bis 15.000 Euro. Etablierte Expertinnen und Experten mit Buch oder festem Namen in ihrer Branche rufen 3.000 bis 6.000 Euro auf, prominente Namen 15.000 bis 50.000 Euro, und frühere Staats- und Regierungschefs erreichen sechsstellige Beträge. Auf Fachkonferenzen bekommen Fachleute dagegen meist kein Honorar, dort übernimmt der Veranstalter höchstens Reise und Hotel. Für Fachleute, die über die Bühne Kunden gewinnen wollen, zählt wirtschaftlich eine andere Größe: Ein einziger Auftrag aus dem Publikum, etwa ein Beratungsmandat über zwanzig Tage, bringt rund das Zehnfache einer Einsteigergage.

**Die Gage ist für Fachleute der kleinere Teil dessen, was ein Vortrag einbringt. Stage Starter bringt Expertinnen und Experten deshalb auf Fachbühnen, auf denen ihre Kundschaft sitzt, denn ein einziger Auftrag aus diesem Saal ist mehr wert als jede Gage, die eine Fachkonferenz zahlen würde.**

Dieser Leitfaden ordnet den Markt für Vortragshonorare vollständig: was in welcher Stufe gezahlt wird, wer überhaupt zahlt, nach welchen Kriterien sich die Höhe bemisst und wie Abrechnung und Steuern funktionieren und was sich verhandeln lässt. Danach folgt die Rechnung, die für Fachleute mit eigenem Angebot am meisten zählt, nämlich der Wert eines Vortrags über das Geschäft, das aus ihm entsteht. Zu jedem Abschnitt führen Links in die Beiträge, die das Thema vertiefen.

## Was verdient ein Speaker? Die Marktspannen im Überblick

Ein Speaker verdient je Vortrag zwischen null Euro auf einer Fachkonferenz und sechsstelligen Beträgen bei Weltprominenz, und dazwischen liegen vier klar unterscheidbare Stufen. Über die Stufe entscheidet eine einzige Frage, die sich jeder zahlende Veranstalter stellt: Wie viel Nachfrage nach seiner Veranstaltung erzeugt dieser Name? Fachwissen ist die Voraussetzung für jede Stufe, das Honorar steigt aber mit der Zugkraft des Namens beim Publikum. Alle Beträge verstehen sich je Vortrag von 45 bis 60 Minuten, netto zuzüglich Umsatzsteuer und meist zuzüglich Reise und Hotel.

Die erste Stufe bilden **Einsteiger und Fachreferenten** mit 1.000 bis 3.000 Euro. Hier stehen Fachleute, die ein Thema gründlich beherrschen und erste honorierte Auftritte vor Firmenpublikum, auf Verbandstagungen oder in Weiterbildungsreihen halten. Der Veranstalter bucht das Thema, und die Person bringt die Kompetenz dafür mit, aber noch keine eigene Zugkraft.

Die zweite Stufe sind **etablierte Expertinnen und Experten** mit 3.000 bis 6.000 Euro. Zu ihr gehört, wer regelmäßig auf Bühnen steht, ein Buch oder eine bekannte Studie vorweisen kann, ein Referenzvideo zeigt und in seiner Branche als Ansprechperson für ein Thema gilt. Ab dieser Stufe fragen Veranstalter gezielt nach der Person und nicht mehr nur nach dem Thema.

Die dritte Stufe gehört **bekannten Keynote-Speakern** mit 6.000 bis 15.000 Euro. Eine Keynote ist der Hauptvortrag einer Veranstaltung, meist zur Eröffnung oder zum Abschluss vor dem gesamten Publikum. Wer in dieser Stufe gebucht wird, verkauft mit seinem Namen auf dem Programm Tickets, wird über Redneragenturen vermittelt und ist in Medien präsent. Wie eine Keynote im Programm einer Konferenz funktioniert, beschreibt der Beitrag [Was ist eine Keynote auf einer Konferenz](/blog/keynote-auf-einer-konferenz/).

Die vierte Stufe ist die **Prominenz** mit 15.000 bis 50.000 Euro und mehr: Spitzensportler, bekannte Fernsehgesichter, Vorstände großer Konzerne und Spitzenpolitiker nach dem Amt. Einen belegten Anhaltspunkt aus Deutschland liefert die Offenlegung von Peer Steinbrück. Für 89 bezahlte Vorträge zwischen 2009 und Mitte 2012 kam er laut der Aufstellung eines Wirtschaftsprüfers auf rund 1,25 Millionen Euro, sein Standardhonorar lag bei 15.000 Euro, der Durchschnitt knapp darunter. Darüber liegt die Weltprominenz mit sechsstelligen Beträgen. Für Barack Obama berichteten Medien 2017 von 400.000 US-Dollar für einen einzigen Auftritt auf einer Konferenz einer Investmentbank, Hillary Clinton erhielt für Reden vor Goldman Sachs je 225.000 US-Dollar.

**Speaker-Honorare je Vortrag im DACH-Raum**
- 1.000 bis 3.000 € | für Einsteiger und Fachreferenten, netto je Vortrag
- 6.000 bis 15.000 € | für bekannte Keynote-Speaker mit Agentur
- 15.000 bis 50.000 € | und mehr für Prominenz aus Sport und Medien

Im amerikanischen Markt liegen die Beträge eine Stufe höher. Redneragenturen in den USA führen Einsteiger bei 2.500 bis 7.500 US-Dollar, erfahrene Branchenexperten bei 7.500 bis 15.000 US-Dollar und bekannte Namen ab 50.000 US-Dollar bis in den sechsstelligen Bereich. Der größere Markt mit mehr Firmenveranstaltungen und höheren Eventbudgets erklärt den Abstand.

Eine unabhängige Honorarstatistik für Speaker gibt es weder in Deutschland noch in den USA. Die öffentlichen Spannen stammen aus Honorarübersichten von Redneragenturen und Vermittlungsplattformen sowie von Speakern selbst, und sie stimmen in ihren Stufen weitgehend überein. Diese Übereinstimmung macht die Spannen als Orientierung belastbar, die Zahl im einzelnen Vertrag legen Veranstalter und Speaker trotzdem jedes Mal neu fest. Für Online-Vorträge setzen viele Speaker niedrigere Sätze an, weil die Reisetage entfallen, und ganztägige Workshops werden höher vergütet als eine Keynote.

## Speaker-Honorar oder Speaker-Gage: Gibt es einen Unterschied?

Speaker-Honorar und Speaker-Gage bezeichnen dasselbe, nämlich die Vergütung für einen Vortrag. Der Begriff Honorar kommt aus den freien Berufen und ist im Geschäftsleben und in Verträgen üblich. Gage stammt aus der Welt der Bühnenkunst, etwa von Schauspiel oder Musik, und wird umgangssprachlich auch für Redner verwendet, vor allem bei Unterhaltungsformaten und Moderationen. Englisch heißt die Vergütung Speaking Fee oder Speaker Fee, im akademischen Umfeld auch Honorarium.

Für Vertrag und Steuer macht der Name keinen Unterschied, entscheidend ist die Leistung dahinter. Ähnlich verhält es sich mit den Bezeichnungen für die Person auf der Bühne: Die Bezeichnungen Speaker, Referent oder Redner werden oft gleich verwendet, tragen aber unterschiedliche Erwartungen an Vergütung und Auftritt in sich. Der Beitrag [Speaker, Referent, Redner: was ist der Unterschied?](/blog/speaker-referent-redner-unterschied/) sortiert die Begriffe.

## Wer zahlt Speakern ein Honorar, und wer zahlt keins?

Ein Honorar zahlen Veranstalter, deren Budget aus dem Marketing oder aus der Personalentwicklung kommt, während Fachkonferenzen ihre Sprecherinnen und Sprecher meist ohne Honorar ins Programm nehmen. Der Grund liegt im Geschäftsmodell. Ein Unternehmen, das einen Kundentag, eine Vertriebstagung oder ein Führungskräftetreffen ausrichtet, kauft einen Programmpunkt ein, der seine Gäste begeistern soll, und bezahlt ihn wie jede andere Dienstleistung. Eine Fachkonferenz finanziert sich dagegen über Tickets und Sponsoring, und ihre Sprecher sind Teil des Produkts, das sie an das Publikum verkauft.

Daraus ergibt sich ein klares Bild der Veranstaltertypen. Firmenveranstaltungen zahlen Honorare in allen vier Stufen. Verbände und Kammern zahlen für Hauptvorträge oft ein kleines Honorar im unteren vierstelligen Bereich, und kommerzielle Konferenzveranstalter zahlen ihre Keynote-Namen. Wer auf einer Fachkonferenz einen regulären Vortrag hält, bekommt dort meist kein Honorar, oft aber ein Freiticket und bei größeren Konferenzen die Reisekosten. Die fünf Vergütungsmodelle zwischen Pay to Speak und vollem Honorar ordnet der Beitrag [Wie werde ich als Speaker bezahlt?](/blog/wie-werde-ich-als-speaker-bezahlt/) einzeln ein.

Auf Fachkonferenzen kommt man über den Call for Papers ins Programm, also die öffentliche Ausschreibung, mit der eine Konferenz Vortragsvorschläge einsammelt. Ein Programmkomitee, die Gruppe von Fachleuten, die über die Einreichungen entscheidet, wählt dabei nach Thema und Nutzen für das Publikum aus. Dieser Auswahlmechanismus macht die Bühne für die Akquise wertvoll, denn wer dort spricht, wurde von unabhängigen Fachleuten für sein Thema ausgewählt. Wie das Verfahren abläuft, erklärt der [Leitfaden zum Call for Papers](/blog/call-for-papers-leitfaden/).

Am anderen Ende der Skala steht Pay to Speak, bei dem der Speaker dem Veranstalter Geld für den Vortragsplatz zahlt, meist über ein Sponsoring-Paket. Dafür werden schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz fällig. Gesponserte Sessions sind im Programm oft nicht gekennzeichnet, das Fachpublikum ordnet sie aber am Inhalt ein, sobald ein Vortrag nach Angebot klingt. Wann sich eine gekaufte Bühne rechnet, steht im Beitrag [Sponsored Talk und Pay to Speak](/blog/muss-ich-fuer-die-buehne-bezahlen/). Kleine Bühnen wie Meetups oder Barcamps zahlen fast nie ein Honorar und taugen als Übungsfeld, wie der Beitrag über [kleine Bühnen als Einstieg](/blog/kleine-buehnen-als-einstieg/) zeigt.

**Redneragentur und Speaker-Agentur**
Eine Redneragentur vermittelt bezahlte Redner an Veranstalter und lebt von einer Provision auf das Honorar, üblich sind rund 20 bis 30 Prozent. Ihr Kunde ist der Veranstalter, der einen Namen sucht. Eine Speaker-Agentur wie Stage Starter arbeitet für die Fachperson und bringt sie auf Fachbühnen, auf denen ihre Wunschkunden sitzen. Den Unterschied beschreibt der Beitrag [Speaker-Agentur oder Redneragentur](/blog/speaker-agentur-oder-redneragentur/).

## Welche Kriterien die Höhe eines Speaker-Honorars bestimmen

Die Höhe eines Speaker-Honorars bestimmen sechs Kriterien, und das stärkste davon ist die Bekanntheit des Namens bei der Zielgruppe des Veranstalters. Ein Name, den das Publikum kennt, senkt für den Veranstalter das Risiko, dass Plätze leer bleiben, und dieses Risiko lässt er sich bezahlen. Bekanntheit entsteht dabei branchenbezogen. Eine Expertin, die in der Logistikbranche jeder kennt, erzielt auf Logistiktagungen Keynote-Honorare, während ihr Name auf einem Marketingkongress kaum zieht.

Das zweite Kriterium ist das Format. Eine Keynote vor dem ganzen Saal wird höher vergütet als ein Fachvortrag in einem von mehreren parallelen Räumen, ein Workshop über einen halben oder ganzen Tag höher als eine Keynote, und eine Moderation oder Podiumsrolle meist niedriger. Das dritte Kriterium ist der Aufwand: Reisetage, eine eigens angepasste Fassung des Vortrags und Vorgespräche mit dem Veranstalter fließen in den Preis ein. Ein eintägiger Auftritt in einer anderen Stadt kostet zwei Reisetage, mit weiter Anreise oder Vorabend drei, und die Vorbereitung kommt dazu.

Das vierte Kriterium ist die Nachfrage nach dem Thema. Wer zu einem Thema spricht, das gerade viele Unternehmen beschäftigt, etwa künstliche Intelligenz im eigenen Geschäft, findet mehr zahlende Veranstalter als mit einem Nischenthema. Das fünfte Kriterium sind die Rechte: Darf der Veranstalter den Vortrag aufzeichnen, ins Netz stellen oder intern weiterverwenden, steigt das Honorar, weil der Vortrag dann über den Tag hinaus genutzt wird. Welche Klauseln dazu in einen Vertrag gehören, erklärt der Beitrag [Der Referentenvertrag](/blog/referentenvertrag/).

Das sechste Kriterium ist der Weg der Buchung. Läuft sie über eine Redneragentur, schlägt die Agentur ihren Anteil auf oder behält ihn ein, und beides prägt den Betrag, den der Veranstalter sieht. Bucht ein Veranstalter direkt, entfällt dieser Anteil. Wie Speaker aus diesen Kriterien eine Verhandlungsposition machen und was sie neben dem Betrag einfordern, steht im Beitrag [Speaker-Gage verhandeln](/blog/speaker-gage-verhandeln/).

## Was ist ein Vortrag wirklich wert? Die Rechnung hinter der Gage

Ein Vortrag ist für Fachleute mit eigenem Angebot so viel wert wie die Aufträge, die aus dem Publikum entstehen, und ein einziger davon übersteigt jede Gage, die eine Fachkonferenz zahlen würde. Das zeigt eine einfache Rechnung. Nach der Honorarstudie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater rechnen Berater je nach Erfahrungsstufe zwischen rund 1.350 und 1.950 Euro am Tag ab. Ein Mandat über zwanzig Beratertage bringt damit 27.000 bis 39.000 Euro Umsatz, rund das Zehnfache eines Einsteigerhonorars und mehr als die meisten Keynote-Speaker für einen Auftritt erhalten.

Wie oft aus einem Auftritt ein Auftrag wird, zeigt ein Erfahrungswert aus unserer Arbeit: Ein Auftritt vor dem richtigen Publikum bringt im Beispiel rund fünf ernsthafte Gespräche, daraus entstehen zwei Termine, und aus jedem dritten Termin wird bezahlte Arbeit. Bei vier bis sechs Auftritten im Jahr sind das rechnerisch drei bis vier Aufträge. Wer stattdessen vier bis sechs honorierte Vorträge als Einsteiger hält, verdient damit 4.000 bis 18.000 Euro und steht dabei oft vor einem Publikum, das ihn anschließend nicht beauftragen kann.

Der Wert eines Auftrags endet selten mit dem ersten Projekt. Ein zufriedener Kunde aus einem Fachpublikum bringt Folgeaufträge und Empfehlungen in sein Unternehmen und in seine Branche, und im B2B entscheiden über einen Auftrag mehrere Personen gemeinsam, von denen einige im selben Saal gesessen haben. Wer diese Gruppe ist und wie sie entscheidet, erklärt der Beitrag [Buying Center im B2B](/blog/buying-center-b2b/). Warum die Fachkonferenz als Vertriebskanal so gut funktioniert, beschreibt die [Analyse der Fachkonferenz als Vertriebskanal](/blog/fachkonferenz-als-vertriebskanal/).

Der entscheidende Unterschied zwischen einer honorierten Keynote und einem Fachvortrag liegt im Publikum. Auf einer Firmenveranstaltung sitzen die Kunden und Mitarbeiter des Gastgebers, und Eigenwerbung ist dort unerwünscht. Auf einer Fachkonferenz sitzen Menschen, die sich für ihr Thema weiterbilden und ein konkretes Anliegen mitbringen, und wer dort überzeugt, wird angesprochen. Ob sich das Streben nach bezahlten Keynotes für Fachleute überhaupt rechnet, untersucht der Beitrag [Sollte ich unbedingt bezahlter Keynote-Speaker werden?](/blog/bezahlter-keynote-speaker-werden/).

**Honorierte Keynote, gekaufter Vortragsplatz oder Fachbühne im Vergleich**
Kriterium | Honorierte Keynote | Gekaufter Vortragsplatz | Stage Starter
Geldfluss | du erhältst einmalig 1.000 bis 15.000 € je nach Stufe | du zahlst schnell 10.000 € und mehr für einen einzigen Vortragsplatz | du zahlst ab 990 € netto im Monat für den ganzen Betrieb
Wer im Saal sitzt | Kunden und Mitarbeiter des Gastgebers | Publikum, das den Sponsor erkennt, sobald der Vortrag nach Angebot klingt | Fachpublikum, unter dem deine Wunschkunden sitzen
Wert über den Tag hinaus | ein Honorar, selten ein Anschlussauftrag | ein Werbeauftritt mit begrenzter Glaubwürdigkeit | Aufträge aus ernsthaften Gesprächen sowie eine Referenz für weitere Bühnen

Die Bühne entfaltet ihre Wirkung über den Auftritt hinaus. Ein Vortrag auf einer anerkannten Fachkonferenz ist ein öffentlicher Beleg für Kompetenz, der in Gesprächen, auf der eigenen Website und in Angeboten weiterwirkt. Wie aus diesem Beleg eine Position im Markt wird, zeigt der Beitrag [Was ist Thought Leadership im B2B](/blog/thought-leadership-b2b/). Ein Erfahrungsbericht über den Weg zu neuen Kunden über verschiedene Kanäle steht unter [Wie gewinne ich neue B2B-Kunden?](/blog/b2b-kunden-gewinnen-erfahrungsbericht/).

## Wie schneidet die Bühne gegen andere Akquisekanäle ab?

Gemessen an den Kosten je ernsthaftem Gespräch liegt der Fachvortrag vor dem gekauften Vortragsplatz, und gegenüber Messestand oder Webinar hat er einen Vorteil, den kein anderer Kanal in dieser Form bietet: Ein Programmkomitee hat dich ausgewählt, und der Veranstalter stellt dich seinem Publikum als Fachperson vor. Diese Einführung durch einen Dritten verschafft dir einen Vertrauensvorschuss, den eine Kaltansprache nicht herstellt.

Die Kosten eines Auftritts bestehen aus eigenen Tagen und Reisekosten, auch wenn kein Honorar fließt, und der Beitrag [Was kostet ein Konferenzauftritt?](/blog/was-kostet-ein-konferenzauftritt/) schlüsselt sie auf. Den Vergleich mit Messestand und Sponsoring rechnet der Beitrag [Konferenzauftritt, Messestand oder Sponsoring](/blog/konferenz-oder-messestand-kosten/) mit Beispielzahlen durch. Wie sich die Bühne gegen Webinar, Messe oder LinkedIn schlägt, steht unter [Webinar, Messe, LinkedIn oder Konferenzbühne](/blog/webinar-messe-oder-konferenzbuehne/), und den Vergleich mit dem Auftritt als Podcast-Gast zieht der Beitrag [Podcast-Gast oder Konferenzbühne](/blog/podcast-gast-oder-konferenzbuehne/).

## Wie kommst du auf Bühnen, auf denen deine Kundschaft sitzt?

Auf die Bühnen, auf denen deine Kundschaft sitzt, kommst du über eine gezielte Auswahl der passenden Fachkonferenzen und über viele gut geschriebene Einreichungen. Das beginnt mit der Recherche: Welche Konferenzen besucht deine Zielgruppe, welche davon schreiben ihr Programm öffentlich aus, und wann laufen die Fristen? Danach folgt ein Vortrag, der deinem Publikum einen echten Nutzen bietet, und ein Abstract, also die kurze Beschreibung des geplanten Vortrags, die das Programmkomitee liest. Wer neben dem Tagesgeschäft einreicht, unterschätzt meist die Menge, denn eine einzelne Einreichung entscheidet selten über die Saison.

Bei unseren eigenen Einreichungen für Kunden erreichen wir bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz, marktüblich sind bei dieser Menge an Einreichungen höchstens 5 Prozent. Der Abstand wirkt sich über eine Saison deutlich aus. Bei zwanzig Konferenzen liegt die Chance auf mindestens eine Zusage bei 5 Prozent je Konferenz rechnerisch bei rund 64 Prozent, bei 19 Prozent je Konferenz bei rund 98 Prozent. Eine Zusage garantiert keine Agentur, darüber entscheidet jedes Programmkomitee selbst. Wie die Quote zustande kommt, zeigt der Beitrag zur [Annahmequote beim Call for Papers](/blog/annahmequote-call-for-papers/).

Diese Arbeit übernimmt [Stage Starter](/) für dich: Wir finden die passenden Calls, schreiben die Einreichung und reichen ein. Dazu entwickeln wir Vortrag und Abstracts, fassen bei den Veranstaltern nach und begleiten dich bis zur Bühne, während du dein Fachwissen lieferst und freigibst. Die Zusammenarbeit startet ab 990 Euro netto im Monat, und wer vorher einen schriftlichen Fahrplan möchte, beginnt mit dem Speaker Audit ab 2.000 Euro netto. Was eine Agentur dieser Art kostet und was in der Pauschale steckt, ordnet der Beitrag [Was kostet eine Speaker-Agentur?](/blog/was-kostet-eine-speaker-agentur/) ein, und den Gesamtüberblick über Leistungen und Ablauf gibt der [Leitfaden zur Speaker-Agentur](/blog/speaker-agentur-leitfaden/). Wer erst verstehen will, wie der Weg vom Thema zur ersten Bühne aussieht, liest den [Leitfaden zum Speaker werden](/blog/speaker-werden-leitfaden/).

Der Auftrag entsteht nach dem Vortrag. Die Gespräche am Rand der Bühne, das Nachfassen in den Tagen danach und ein klares Einstiegsangebot entscheiden, ob aus Interesse ein Auftrag wird. Was nach der Konferenz geschieht, beschreibt der Beitrag [Was nach der Konferenz passiert](/blog/nach-der-konferenz/), die passende Nachricht an deine Kontakte der Beitrag [Follow-up nach der Konferenz](/blog/follow-up-nach-der-konferenz/), und was eine Agentur dabei übernehmen kann, der Beitrag [Kontakte nach dem Konferenzauftritt nachfassen](/blog/kontakte-nach-konferenz-nachfassen-lassen/).

## Speaker-Honorar und Steuern: was zur Abrechnung gehört

Ein Speaker-Honorar ist steuerpflichtiges Einkommen, und wer es als Selbstständiger erhält, schreibt dem Veranstalter eine Rechnung mit Umsatzsteuer. Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung. Die Rechnung enthält die Pflichtangaben des Umsatzsteuergesetzes. Dazu gehören Name und Anschrift beider Seiten, deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sowie eine fortlaufende Rechnungsnummer mit Datum, und die Rechnung beschreibt die Leistung mit ihrem Zeitraum und weist Nettobetrag, Steuersatz sowie Steuerbetrag aus. Der Regelsatz beträgt 19 Prozent, und er gilt auch für die Reisekosten, die du dem Veranstalter weiterberechnest, weil sie zum Entgelt für deine Leistung gehören.

Ohne Umsatzsteuer rechnet ab, wer die Kleinunternehmerregelung nutzt. Sie gilt, solange der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt, und die Rechnung enthält dann einen Hinweis auf die Steuerbefreiung. Hält ein deutscher Speaker einen Vortrag für ein Unternehmen im EU-Ausland, schuldet das empfangende Unternehmen die Umsatzsteuer (Reverse-Charge-Verfahren), und die Rechnung weist keine deutsche Umsatzsteuer aus, dafür einen Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Angestellte, die nebenbei Vorträge halten, versteuern das Honorar ebenfalls als Einkommen.

Die Kosten, die für Vorträge anfallen, mindern den Gewinn. Reisekosten und Folien zählen ebenso wie die Honorare einer Speaker-Agentur zu den Betriebsausgaben, sofern sie betrieblich veranlasst sind, und die Akquise neuer Kunden über Fachbühnen ist eine betriebliche Veranlassung. Wer zur Umsatzsteuer veranlagt ist, zieht die Vorsteuer aus den Rechnungen der Agentur ab. Alle Einzelheiten zu Rechnung und Umsatzsteuer erklärt der Beitrag [Speaker-Honorar und Steuern](/blog/speaker-honorar-steuern/).

Vor der Rechnung steht der Vertrag. Ein Referentenvertrag regelt Honorar und Reisekosten, die Stornierung sowie die Aufzeichnung samt den Rechten an Folien und Mitschnitt, und er klärt, wer bei einer Absage der Konferenz welche Kosten trägt. Fachkonferenzen ohne Honorar schicken oft eine kurze Referentenvereinbarung, die vor allem die Nutzungsrechte betrifft, und gerade diese Klauseln lohnen einen genauen Blick, weil sie über die spätere Verwertung deines Vortrags bestimmen.

## Speaker-Gage verhandeln: was neben dem Betrag zählt

Eine Speaker-Gage verhandelst du über den Gesamtwert des Auftritts, und der Betrag auf der Rechnung ist nur ein Teil davon. Zahlt ein Veranstalter kein Honorar, lassen sich Reise und Hotel, Freitickets für eigene Kunden, ein Mitschnitt in guter Qualität, ein Platz beim Speaker-Dinner oder eine Erwähnung im Newsletter des Veranstalters verhandeln. Für die Akquise sind diese Gegenwerte oft mehr wert als ein kleines Honorar, weil sie dich mit den richtigen Menschen zusammenbringen und dir Material für die nächste Einreichung liefern.

Ein angebotenes Honorar nimmst du an, die Entscheidung für einen Auftritt triffst du aber nach dem Publikum. Ein Veranstalter, der dir 3.000 Euro für einen Vortrag vor seinen Mitarbeitern zahlt, bringt dir zwei Arbeitstage Aufwand und ein Honorar. Eine Fachkonferenz, auf der dreißig Entscheider aus deiner Zielgruppe sitzen, bringt dir ohne Honorar die Gespräche, aus denen ein Mandat über 30.000 Euro entstehen kann. Wie du Honorar und Gegenwert im Einzelnen verhandelst, steht im Beitrag [Speaker-Gage verhandeln](/blog/speaker-gage-verhandeln/).

**Speaker-Honorare reichen im DACH-Raum von 1.000 bis 3.000 Euro für Einsteiger über 6.000 bis 15.000 Euro für bekannte Keynote-Namen bis zu sechsstelligen Beträgen für Weltprominenz, und auf Fachkonferenzen fließt für reguläre Vorträge meist kein Honorar. Für Fachleute, die über die Bühne Kunden gewinnen, ist ein einziger Auftrag aus dem Publikum mehr wert als jede dieser Gagen, deshalb zählt bei der Auswahl einer Bühne zuerst, wer im Saal sitzt.**

**Grundlage**
Die Tagessätze von Beratern stammen aus der Honorarstudie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU), Ausgabe 2022. Die Vortragshonorare von Peer Steinbrück beruhen auf seiner Offenlegung von 2012, der Aufstellung eines Wirtschaftsprüfers für 2009 bis Mitte 2012. Die Honorare von Barack Obama und Hillary Clinton folgen Presseberichten aus dem Jahr 2017. Die Spannen der vier Stufen sind aus veröffentlichten Honorarübersichten von Redneragenturen und Vermittlungsplattformen sowie von Speakern im deutschsprachigen Raum und in den USA abgeglichen, Stand 2026. Die Zusagequoten stammen aus der Auswertung von Stage Starter über unsere eigenen Einreichungen für Kunden.

## Häufige Fragen

### Wie viel verdient ein Keynote-Speaker?

Ein bekannter Keynote-Speaker verdient im deutschsprachigen Raum meist 6.000 bis 15.000 Euro je Vortrag, netto zuzüglich Reise. Prominente Namen aus Sport, Medien oder Politik liegen bei 15.000 bis 50.000 Euro und mehr. Wer als Fachperson eine Keynote auf einer Fachkonferenz hält, bekommt oft ein deutlich kleineres Honorar oder nur die Reisekosten erstattet.

### Wie viel Honorar kann ich als Einsteiger verlangen?

Als Einsteiger mit fundiertem Fachthema kannst du für einen Vortrag vor Firmenpublikum oder auf einer Verbandstagung 1.000 bis 3.000 Euro netto verlangen. Auf Fachkonferenzen gibt es für reguläre Vorträge in dieser Stufe meist kein Honorar. Dort sprichst du für die Kontakte, die Referenz und das Geschäft, das aus dem Publikum entsteht.

### Werden Speaker auf Fachkonferenzen bezahlt?

Speaker auf Fachkonferenzen bekommen für reguläre Vorträge meist kein Honorar, oft aber ein Freiticket und bei größeren Konferenzen Reise und Hotel. Honorare zahlen Fachkonferenzen vor allem für Keynotes mit bekannten Namen. Seriöse Fachkonferenzen verlangen für einen Platz aus dem offenen Call auch kein Geld von dir.

### Was ist der Unterschied zwischen Honorar und Gage?

Honorar und Gage bezeichnen beide die Vergütung für einen Auftritt. Honorar ist der Begriff aus den freien Berufen und in Verträgen üblich, Gage stammt aus der Bühnenkunst und wird für Redner umgangssprachlich verwendet. Für Rechnung und Steuer gelten dieselben Regeln.

### Muss ich als Referent eine Rechnung schreiben, und mit Umsatzsteuer?

Als selbstständiger Referent schreibst du dem Veranstalter eine Rechnung mit den Pflichtangaben des Umsatzsteuergesetzes und weist 19 Prozent Umsatzsteuer aus, auch auf weiterberechnete Reisekosten. Als Kleinunternehmer mit höchstens 25.000 Euro Vorjahresumsatz und höchstens 100.000 Euro im laufenden Jahr entfällt die Umsatzsteuer, und die Rechnung nennt die Befreiung. Bei Unternehmen im EU-Ausland schuldet der Empfänger die Steuer im Reverse-Charge-Verfahren.

### Muss ich ein Speaker-Honorar versteuern, und mit Umsatzsteuer?

Ein Speaker-Honorar versteuerst du als Einkommen, ob du selbstständig bist oder angestellt und nebenbei Vorträge hältst. Umsatzsteuer fällt an, sobald du als Unternehmer abrechnest und die Kleinunternehmerregelung nicht nutzt. Für die Einzelheiten deiner Lage ist eine Steuerberatung der richtige Ansprechpartner.

### Kann ich die Kosten einer Speaker-Agentur steuerlich absetzen?

Die Kosten einer Speaker-Agentur sind Betriebsausgaben, wenn du die Bühnen für dein Geschäft nutzt, etwa zur Gewinnung neuer Kunden. Sie mindern deinen Gewinn, und als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer ziehst du die Vorsteuer aus den Rechnungen der Agentur ab. Angestellte machen beruflich veranlasste Kosten als Werbungskosten geltend.

### Wie viel Provision nimmt eine Redneragentur?

Eine Redneragentur nimmt üblicherweise rund 20 bis 30 Prozent des Honorars als Provision. Sie arbeitet im Auftrag des Veranstalters und vermittelt Namen, die bereits gefragt sind. Eine Speaker-Agentur für Fachleute arbeitet dagegen für dich und bringt dich auf Fachbühnen vor deine Wunschkunden.

## Der Wert eines Vortrags beginnt nach dem Applaus

Wer die Spannen kennt, kann jedes Honorarangebot einordnen und weiß, wo er im Markt steht. Für Expertinnen und Experten, die über die Bühne Kunden gewinnen wollen, ist die Gage trotzdem die kleinere Zahl, denn der Wert eines Vortrags entsteht in den Gesprächen danach und in den Aufträgen, die aus ihnen werden. Wenn du wissen willst, welche Fachbühnen für dein Thema und deine Kundschaft in Frage kommen, sprich mit uns im [Erstgespräch](/erstgespraech/).
