# Speaker auf Start-up-Konferenzen: Bühnen für Gründerinnen, Gründer und Investoren

Autor: Marin Niehues, Stage Starter · Veröffentlicht: 2026-05-28
Thema: Konferenzen finden (https://www.stage-starter.de/blog/thema/konferenzen/)
Quelle: https://www.stage-starter.de/blog/speaker-auf-startup-konferenzen/

Auf Start-up-Konferenzen sprechen vor allem erfolgreiche Gründerinnen und Gründer sowie Investoren, und die großen Bühnen besetzt meist das Programmteam auf Einladung. Eine Start-up-Konferenz ist eine Veranstaltung, auf der sich Gründende mit Kapitalgebern und etablierten Unternehmen treffen, oft als mehrtägiges Festival mit vielen Bühnen. Für Gründerinnen und Gründer ist sie ein Ort für Finanzierung und Personal sowie für Sichtbarkeit in der Szene. Kunden sitzen dort seltener, denn drei Viertel des Umsatzes deutscher Start-ups stammen von Geschäftskunden, und die besuchen die Fachkonferenzen ihrer eigenen Branche. Dieser Beitrag zeigt, wer auf Start-up-Konferenzen spricht, welche Formate es gibt und welche Bühne für welches Ziel die richtige ist.

**Start-up-Konferenzen bringen Gründerinnen und Gründer mit Investoren und der eigenen Szene zusammen. Wer mit seinem Start-up Geschäftskunden gewinnen will, gehört zusätzlich auf die Fachkonferenzen der Branche, in der diese Kunden arbeiten.**

## Wer spricht auf Start-up-Konferenzen?

Auf Start-up-Konferenzen sprechen Gründerinnen und Gründer, deren Unternehmen bereits gewachsen sind, dazu Investoren aus Wagniskapitalfonds und Führungskräfte aus Technologieunternehmen. Die großen Festivals stellen ihr Programm überwiegend selbst zusammen. Slush in Helsinki, eines der größten Start-up-Treffen Europas, schreibt auf seiner Seite für Speaker, dass seine Bühnen vor allem die erfolgreichsten Gründer und Operator zeigen, also Menschen, die ein Unternehmen im Tagesgeschäft aufgebaut haben. Als gemeinnützige Organisation zahlt Slush nach eigenen Angaben keine Honorare an Speaker, und Speaker zahlen umgekehrt nichts an Slush.

In Deutschland ist Bits & Pretzels in München das bekannteste Beispiel. Das Gründerfestival rechnete für 2025 mit rund 7.500 Teilnehmenden aus der Gründer- und Investorenszene sowie aus etablierten Unternehmen und verbindet Vorträge auf mehreren Bühnen mit einem Netzwerktag auf dem Oktoberfest. Dort leiten sogenannte Table Captains, also ausgewählte Gründer und Investorinnen sowie Führungskräfte, Gesprächsrunden an einzelnen Tischen. Die Hauptbühnen solcher Festivals gehören bekannten Namen aus Wirtschaft und Gesellschaft, und der Weg dorthin führt über Einladung.

Konferenzen der Software- und SaaS-Branche arbeiten häufiger mit offenen Bewerbungen. SaaStr Annual in den USA, eine der größten Konferenzen für Gründer von Softwareunternehmen mit Abonnementmodell, sammelt Vorschläge über ein Bewerbungsformular ein. Nach Angaben des Gründers gehen bei SaaStr jedes Jahr Tausende Bewerbungen für seine Bühnen und Formate ein, von denen rund ein Prozent angenommen wird. Die Richtlinien des Veranstalters nennen als Zielgruppe für Speaker Unternehmen mit 2 bis 200 Millionen US-Dollar wiederkehrendem Jahresumsatz, schließen Produktvorträge aus und vergeben keine Plätze im redaktionellen Programm an Sponsoren.

**Start-ups und ihre Kunden**
- 74,8 Prozent | des Umsatzes deutscher Start-ups mit Geschäftskunden
- 56,0 Prozent | der Start-ups kooperieren mit etablierten Unternehmen
- rund 1 Prozent | der Bewerbungen nimmt SaaStr nach eigenen Angaben an

## Welche Formate gibt es auf Start-up-Konferenzen?

Auf Start-up-Konferenzen gibt es fünf verbreitete Formate: den Vortrag auf einer der Bühnen, das Panel, das Kamingespräch, den Pitch-Wettbewerb und kleine Gesprächsrunden an Tischen. Der Vortrag ist meist kürzer als auf Fachkonferenzen, oft 15 bis 30 Minuten, und lebt von einer Geschichte mit Zahlen aus dem eigenen Unternehmen. Das Panel bringt drei bis fünf Stimmen zusammen, häufig Gründerinnen und Investoren gemeinsam, und wird fast immer vom Programmteam besetzt. Das Kamingespräch, auf Englisch Fireside Chat, ist ein moderiertes Interview mit einer einzelnen Person auf der Bühne.

Der Pitch-Wettbewerb ist das Format, das viele Gründer zuerst mit Start-up-Konferenzen verbinden. Dort stellen junge Unternehmen in wenigen Minuten ihr Geschäftsmodell vor einer Jury und einem Publikum aus Investoren vor. Ein Pitch ist eine Bewerbung um Kapital oder Aufmerksamkeit und folgt deshalb anderen Regeln als ein Fachvortrag: Er darf und soll das eigene Unternehmen verkaufen. Für die Kundengewinnung im B2B wirkt er schwächer, weil im Saal vor allem Kapitalgeber und andere Gründer sitzen.

Große Technologiefestivals verkaufen jungen Unternehmen zudem Ausstellerpakete mit Standfläche und Tickets, teilweise auch mit einer Gelegenheit zum Pitch. Wer über ein Sponsoring einen echten Vortragsplatz kauft, zahlt schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz. Gesponserte Sessions sind im Programm oft nicht gekennzeichnet, das Publikum erkennt sie aber am Inhalt. Wann sich ein bezahlter Platz rechnet und wann nicht, erklärt der Beitrag [Sponsored Talk und Pay to Speak](/blog/muss-ich-fuer-die-buehne-bezahlen/).

## Welche Bühne bringt Gründerinnen und Gründern Kunden?

Kunden bringt Gründerinnen und Gründern die Fachkonferenz der Branche, an die ihr Start-up verkauft, und weniger das Start-up-Festival. Der Deutsche Startup Monitor 2025 des Startup-Verbands zeigt, dass 74,8 Prozent des Umsatzes deutscher Start-ups mit Geschäftskunden entstehen. Diese Kunden sind Einkaufsleiter in der Industrie, IT-Verantwortliche im Mittelstand oder Personalchefinnen in Konzernen, und sie informieren sich auf den Konferenzen ihres eigenen Fachs. Ein Start-up für Software in der Logistik findet seine Käufer auf einer Logistikkonferenz, ein Start-up für Personalsoftware auf einer HR-Konferenz.

Dieselbe Erhebung zeigt eine zweite Entwicklung: Der Anteil der Start-ups, die mit etablierten Unternehmen kooperieren, ist von 61,9 Prozent im Vorjahr auf 56,0 Prozent gesunken. Der direkte Draht zu etablierten Unternehmen gehört damit für weniger Start-ups zum Alltag als noch vor einem Jahr. Eine Fachkonferenz bringt Gründerinnen und Gründer in einen Raum, in dem diese Unternehmen zuhören, und eine Bühne verschafft dabei mehr Vertrauen als ein Messestand, weil das Programmkomitee die Person ausgewählt hat. Warum eine Fachkonferenz als Vertriebskanal so gut funktioniert, beschreibt der Beitrag [Fachkonferenz als Vertriebskanal](/blog/fachkonferenz-als-vertriebskanal/).

Für Investoren gilt dieselbe Mechanik mit anderem Ziel. Wer als Investorin auf einer Start-up-Konferenz spricht, gewinnt Sichtbarkeit bei Gründerinnen und Gründern und damit Zugang zu Beteiligungen, die in der Szene Dealflow heißen. Investoren mit Branchenschwerpunkt, etwa in Industrie oder Gesundheitswesen, erreichen auf Fachkonferenzen dieser Branche zusätzlich die etablierten Unternehmen, die später als Käufer oder Partner ihrer Beteiligungen auftreten.

**Ein Start-up im B2B wächst über zwei Bühnen: über das Festival der Gründerszene, auf dem es Kapital und Sichtbarkeit findet, und über die Fachkonferenz seiner Zielbranche, auf der seine Kunden zuhören. Auf die Fachkonferenz kommt es über Einreichungen beim Programmkomitee.**

## Wie kommen Gründer und Investoren auf die Bühne?

Gründerinnen und Gründer kommen wie Investoren über Einladungen, über offene Ausschreibungen und über direkte Anfragen auf die Bühne. Einladungen erhalten vor allem Menschen, deren Unternehmen bereits sichtbar gewachsen ist oder die in der Szene bekannt sind. Offene Ausschreibungen heißen Call for Papers oder Call for Speakers und sind das öffentliche Verfahren, mit dem eine Konferenz Vortragsvorschläge einsammelt. Fachkonferenzen nutzen sie deutlich häufiger als Start-up-Festivals, und dort zählt das Thema mehr als die Bekanntheit des Unternehmens. Wie das Verfahren von der Ausschreibung bis zur Zusage abläuft, erklärt der [Leitfaden zum Call for Papers](/blog/call-for-papers-leitfaden/).

Für ein junges Unternehmen ist das ein Vorteil. Ein Programmkomitee, also die Gruppe von Fachleuten, die über die Einreichungen entscheidet, nimmt auf einer Fachkonferenz einen Vortrag an, der ein Problem der Branche mit Daten aus der eigenen Arbeit beleuchtet. Ein Start-up, das mit zwanzig Kunden aus dem Maschinenbau gearbeitet hat, kennt Muster aus diesen Projekten, die für das Publikum einer Industriekonferenz neu sind. Der Vortrag zeigt dieses Wissen und verzichtet auf die Produktvorstellung, die das Komitee sonst aussortiert.

Bei Konferenzen ohne offenen Call führt der Weg über eine Mail an das Programmteam mit einem Vorschlag, der auf diese eine Konferenz zugeschnitten ist. In beiden Fällen entscheidet die Menge der Einreichungen über das Ergebnis eines Jahres. Marktüblich sagen bei der Menge an Einreichungen, die für einen planbaren Betrieb nötig ist, höchstens 5 Prozent der Konferenzen zu, und wir erreichen bei unseren eigenen Einreichungen für Kunden bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz. Bei zehn Konferenzen liegt die Chance auf mindestens eine Zusage bei 5 Prozent rechnerisch bei rund 40 Prozent, bei 19 Prozent bei rund 88 Prozent.

## Was eine Agentur für Start-ups übernimmt

Diese Arbeit übernimmt [Stage Starter](/) für dich: Wir finden die passenden Calls, schreiben die Einreichung und reichen ein. Für Start-ups heißt das, die Fachkonferenzen der Branchen zu finden, an die euer Unternehmen verkauft, und aus dem Wissen eurer Projekte Vorträge zu bauen, die ein Programmkomitee annimmt. Wir entwickeln mit dir Vortrag und Abstracts, also die kurzen Beschreibungen der geplanten Vorträge, sprechen Veranstalter ohne offenen Call per Mail an, fassen nach und begleiten dich nach einer Zusage bis zur Bühne. Was eine Agentur jungen Unternehmen im Einzelnen bringt, beschreibt der Beitrag [Speaker-Agentur für Start-ups](/blog/speaker-agentur-fuer-startups/).

Von dir kommt das Fachwissen, und du gibst Vortrag und Abstracts einmal vor dem Start frei. Die Gespräche nach dem Auftritt führst du selbst, denn dort entsteht der Kontakt zu deinen künftigen Kunden. Eine Zusage kann keine Agentur garantieren, darüber entscheidet das Programmkomitee jeder Konferenz.

**Drei Wege auf eine Bühne mit Kunden im Saal**
Kriterium | Selbst einreichen | Sponsoring oder Ausstellerpaket | Stage Starter
Wer die Fachkonferenzen der Zielbranche findet | du, neben Produkt und Finanzierung | entfällt, der Platz ist gekauft | wir, nach euren Zielkunden
Wie das Publikum dich einordnet | als Fachperson, wenn du angenommen wirst | als Anbieter mit Verkaufsabsicht | als ausgewählte Fachperson
Was es kostet | Arbeitstage jeden Monat | schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz | ab 990 € netto im Monat für den ganzen Betrieb

Die Zusammenarbeit mit Stage Starter startet ab 990 € netto im Monat. Wer vorher einen schriftlichen Fahrplan möchte, beginnt mit dem Speaker Audit ab 2.000 € netto. Für den Vergleich mit Gagen gilt eine einfache Rechnung: Ein einziger Unternehmenskunde aus einem Vortrag ist für ein Start-up mehr wert als jede Gage, und Start-up-Festivals zahlen ihren Speakern in der Regel ohnehin keine. Wie sich Speaker-Honorare im Markt verteilen, zeigt [Speaker-Honorar und Gage](/blog/speaker-honorar-und-gage/).

**Start-up-Konferenzen sind die Bühne für Kapital und Personal sowie für Sichtbarkeit in der Gründerszene, und ihre großen Programme laufen über Einladung. Kunden im B2B gewinnen Gründerinnen und Gründer auf den Fachkonferenzen ihrer Zielbranche, und dorthin führt der Weg über viele gezielte Einreichungen.**

**Grundlage**
- Deutscher Startup Monitor 2025 des Startup-Verbands (Bundesverband Deutsche Startups): Umsatzanteile nach Kundengruppen und Anteil der Start-ups mit Kooperationen.
- Angaben von Slush zu Auswahl und Vergütung von Speakern.
- Richtlinien und Angaben des Veranstalters von SaaStr Annual zu Bewerbungen und Annahmequote sowie zu Sponsoren.
- Angaben des Veranstalters von Bits & Pretzels zu Teilnehmenden und Table Captains.
- Auswertung von Stage Starter über unsere eigenen Einreichungen für Kunden: bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz.

## Häufige Fragen

### Wie werde ich Speaker auf einer Start-up-Konferenz?

Du wirst Speaker auf einer Start-up-Konferenz über eine Einladung des Programmteams, über eine Bewerbung im offenen Call oder über eine direkte Anfrage mit einem zugeschnittenen Vorschlag. Die großen Festivals laden vor allem Gründerinnen und Gründer ein, deren Unternehmen sichtbar gewachsen sind. Fachkonferenzen mit offenem Call bewerten dagegen vor allem das Thema.

### Werden Speaker auf Start-up-Konferenzen bezahlt?

Speaker auf Start-up-Konferenzen bekommen in der Regel kein Honorar, Slush etwa schließt Honorare nach eigenen Angaben aus. Honorare zahlen vor allem Unternehmen für interne Veranstaltungen. Die Spannen liegen bei 1.000 bis 3.000 € für Einsteiger, 3.000 bis 6.000 € für etablierte Experten, 6.000 bis 15.000 € für bekannte Keynote-Speaker und 15.000 bis 50.000 € und mehr für Prominente.

### Muss ein Start-up für einen Vortrag auf einer Konferenz bezahlen?

Für einen Vortrag im redaktionellen Programm zahlt ein Start-up nichts, über die Annahme entscheidet das Programmteam. Bezahlt werden Ausstellerpakete und Sponsorings, und ein Sponsoring mit Vortragsplatz kostet schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz. Viele große Konferenzen trennen Sponsoren ausdrücklich vom redaktionellen Programm.

### Was ist der Unterschied zwischen einem Pitch und einem Vortrag?

Ein Pitch ist eine kurze Präsentation des eigenen Geschäftsmodells, mit der sich ein Start-up um Kapital oder einen Preis bewirbt. Ein Vortrag vermittelt Fachwissen und stellt kein Angebot vor. Für Investoren ist der Pitch das richtige Format, für Geschäftskunden auf einer Fachkonferenz der Vortrag.

### Welche Themen kommen auf Start-up-Konferenzen an?

Auf Start-up-Konferenzen kommen Themen an, aus denen andere Gründerinnen und Gründer direkt lernen können, etwa Finanzierung und Wachstum sowie Vertrieb und Teamaufbau. Am stärksten wirken Geschichten mit Zahlen aus dem eigenen Unternehmen. Auf Fachkonferenzen zählt dagegen, welches Problem der Branche ein Vortrag mit Daten beleuchtet.

### Lohnt sich eine Start-up-Konferenz für die Kundengewinnung?

Eine Start-up-Konferenz lohnt sich für die Kundengewinnung, wenn die eigenen Kunden selbst Start-ups oder Investoren sind. Für Start-ups, die an etablierte Unternehmen verkaufen, bringen die Fachkonferenzen der Zielbranche mehr Kundenkontakte. Rund drei Viertel des Umsatzes deutscher Start-ups stammen von Geschäftskunden.

### Warum sprechen Investoren auf Start-up-Konferenzen?

Investoren sprechen auf Start-up-Konferenzen, um bei Gründerinnen und Gründern sichtbar zu werden und so Zugang zu neuen Beteiligungen zu bekommen. Sie treten meist auf Panels oder in Kamingesprächen auf. Investoren mit Branchenschwerpunkt erreichen auf Fachkonferenzen zusätzlich etablierte Unternehmen als spätere Partner.

### Kann eine Agentur ein Start-up auf Konferenzen bringen?

Eine Agentur kann für ein Start-up die passenden Fachkonferenzen finden und in seinem Namen einreichen oder Veranstalter anschreiben. Bei Stage Starter entwickeln wir Vortrag und Abstracts mit dir, reichen ein, fassen nach und begleiten dich bis zur Bühne. Eine Zusage garantiert keine Agentur, weil das Programmkomitee entscheidet.

Ob für euer Start-up die Fachkonferenzen mit euren Zielkunden erreichbar sind, klären wir gern in einem [Erstgespräch](/erstgespraech/).
