# Lohnt sich eine Speaker-Agentur? Die Rechnung für B2B-Berater und Dienstleister

Autor: Marin Niehues, Stage Starter · Veröffentlicht: 2026-10-06
Thema: Speaker-Agentur (https://www.stage-starter.de/blog/thema/speaker-agentur/)
Quelle: https://www.stage-starter.de/blog/lohnt-sich-eine-speaker-agentur/

Eine Speaker-Agentur lohnt sich, sobald ein einziger gewonnener Kunde mehr Umsatz bringt, als ein Jahr Zusammenarbeit kostet. Bei Stage Starter startet die Zusammenarbeit ab 990 € netto im Monat, auf zwölf Monate gerechnet sind das 11.880 € netto. Die Gegenseite der Rechnung ist der Auftragswert, also der Umsatz, den ein über die Bühne gewonnener Kunde bei dir bringt. Dieser Beitrag rechnet mit gekennzeichneten Beispielannahmen durch, bei welchem Auftragswert wie viele Auftritte genügen, und zeigt, für wen sie sich am stärksten rechnet.

**Eine Speaker-Agentur rechnet sich, wenn die Zahl der Auftritte, die ein Jahr Zusammenarbeit bezahlen, unter der Zahl liegt, die im ersten Jahr erreichbar ist. Bei einem Auftragswert von 12.000 € genügen in der Beispielrechnung rund eineinhalb Auftritte, und im ersten Jahr sind nach unserer Erfahrung ein bis drei Auftritte realistisch.**

## Lohnt sich eine Speaker-Agentur für B2B-Berater und Dienstleister?

Für B2B-Berater und Dienstleister lohnt sich eine Speaker-Agentur, wenn der Umsatz aus den Aufträgen, die über Auftritte entstehen, die Kosten eines Jahres übersteigt. Gemeint ist eine Agentur, die im Auftrag des Experten arbeitet und ihn auf Fachkonferenzen bringt. Dort hören Fachleute einer Branche Vorträge zu ihrem Berufsfeld, im Publikum sitzen also Menschen mit einem konkreten Problem, das du lösen kannst. Die Beispielannahmen sind im Text gekennzeichnet, sodass du die Rechnung mit deinen eigenen Zahlen wiederholen kannst. Welche Preismodelle es gibt und was eine Pauschale enthalten sollte, steht im Beitrag [Was kostet eine Speaker-Agentur?](/blog/was-kostet-eine-speaker-agentur/), und den Überblick über Leistungen und Modelle gibt der [Leitfaden zur Speaker-Agentur](/blog/speaker-agentur-leitfaden/).

## Was kostet ein Jahr Zusammenarbeit mit einer Speaker-Agentur?

Ein Jahr Zusammenarbeit kostet bei Stage Starter ab 11.880 € netto, denn die Zusammenarbeit startet ab 990 € netto im Monat. Diese Arbeit übernimmt [Stage Starter](/) für dich: Wir finden die passenden Calls, schreiben die Einreichung und reichen in deinem Namen ein, fassen nach und begleiten dich bis auf die Bühne. Eingereicht wird ein Abstract, also die kurze Beschreibung eines geplanten Vortrags, die ein Programmkomitee liest, die Gruppe, die bei einer Konferenz über die Einreichungen entscheidet. Von dir brauchen wir Fachwissen und eine Freigabe, die du einmal vor dem Start für Vortrag und Abstracts gibst.

Wer vorher einen schriftlichen Fahrplan wünscht, beginnt mit dem Speaker Audit ab 2.000 € netto, der bei Buchung der Agentur angerechnet wird. Bei einem Tagessatz von 1.000 € (Beispielannahme) entsprechen die 11.880 € knapp zwölf Arbeitstagen. Wie viele Tage ein Jahr Eigenbetrieb bindet, rechnet der Beitrag [Selbst einreichen oder Speaker-Agentur](/blog/selbst-einreichen-oder-speaker-agentur/) vor.

Neben der Pauschale kostet ein Auftritt eigene Zeit: Ein eintägiger Auftritt in einer anderen Stadt bindet zwei Reisetage, mit weiter Anreise drei. Die Gespräche danach führst du selbst, denn über eine Zusammenarbeit sprechen Interessenten mit dem Experten, den sie gerade gehört haben. Reise- und Hotelkosten unterscheiden sich von Konferenz zu Konferenz und stehen in keiner der folgenden Zahlen.

## Wie viele Kunden bringt ein Konferenzvortrag?

Ein Konferenzvortrag bringt nach unserer Erfahrung im Durchschnitt zwei Drittel eines Auftrags, sodass drei Auftritte zu rund zwei gewonnenen Kunden führen. Die Kette dahinter ist ein Erfahrungswert: Ein Auftritt bringt rund fünf ernsthafte Gespräche, aus denen zwei Termine entstehen, also vereinbarte Gespräche über eine Zusammenarbeit, und aus jedem dritten Termin wird bezahlte Arbeit. Ein einziger solcher Auftrag ist für eine Beraterin oder einen Dienstleister mehr wert als jede Gage, denn Einsteiger erhalten für einen bezahlten Vortrag am Markt etwa 1.000 bis 3.000 €, und auf Fachkonferenzen mit offenem Call gibt es meist gar kein Honorar.

Das Ergebnis steigt mit dem Nachfassen, und dafür gilt ein Zeitfenster von zwei Wochen: Wer Interessenten in dieser Zeit anschreibt, erreicht sie, solange der Vortrag präsent ist. Die Rechnung gilt deshalb nur, wenn du diese Gespräche führst.

Die Zahl der Auftritte im Jahr ergibt sich aus der Zahl der Einreichungen und ihrer Annahmequote. Bei unseren eigenen Einreichungen für Kunden kommen wir auf bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz, marktüblich sind bei dieser Menge an Einreichungen höchstens 5 Prozent. Je Abstract wurden rund 7 Prozent angenommen, und die Quote je Konferenz liegt höher, weil je Konferenz oft mehrere Abstracts eingehen und eine Zusage genügt. Bei Verbands- und Industriekonferenzen, die ihr Programm häufig über Einladung besetzen, sprechen wir die Programmverantwortlichen direkt an. Eine Zusage kann keine Agentur garantieren, darüber entscheidet das Programmkomitee. Im ersten Jahr sind ein bis drei Auftritte unser Erfahrungswert, in den Folgejahren vier bis sechs.

## Ab wie vielen Auftritten rechnet sich eine Speaker-Agentur?

**Die Beispielannahmen dieser Rechnung**
Die Pauschale beträgt über zwölf Monate 11.880 € netto, ein Auftritt bringt zwei Drittel eines Auftrags. Der Auftragswert, also der Umsatz eines gewonnenen Kunden im ersten Jahr, steht in drei frei gewählten Varianten da: 6.000 €, 12.000 € und 25.000 €. Alle Beträge sind Beispielannahmen und stammen aus keinem Kundenprojekt. Die Rechnung stellt Umsatz gegen Pauschale, die Kosten deiner eigenen Arbeit am gewonnenen Auftrag sind darin nicht abgezogen.

Bei 12.000 € Auftragswert rechnet sich eine Speaker-Agentur ab rund eineinhalb Auftritten im Jahr. Die Schwelle, ab der der Umsatz die Pauschale deckt, ergibt sich aus zwei Schritten. Du teilst 11.880 € durch den Auftragswert und erhältst die Zahl der Kunden, die du gewinnen musst. Diese Zahl teilst du durch zwei Drittel und erhältst die nötigen Auftritte.

**Auftritte, bis der Umsatz die Pauschale deckt (Beispielrechnung)**
- 3 Auftritte | bis ein Jahr Pauschale gedeckt ist, bei 6.000 € Auftragswert (Beispielannahme)
- 1,5 Auftritte | bis ein Jahr Pauschale gedeckt ist, bei 12.000 € Auftragswert (Beispielannahme)
- 0,7 Auftritte | bis ein Jahr Pauschale gedeckt ist, bei 25.000 € Auftragswert (Beispielannahme)

Bei 6.000 € liegt die Schwelle am oberen Rand dessen, was das erste Jahr erfahrungsgemäß bringt, bei 12.000 € in seiner unteren Hälfte, und bei 25.000 € genügt weniger als ein Auftritt.

Zwei Gegenproben prüfen die Rechnung. In einem Jahr mit vier Auftritten, wie sie in den Folgejahren erreichbar sind, ergeben sich bei 12.000 € Auftragswert 32.000 € Umsatz gegen 11.880 € Pauschale. Rechnest du die Reisetage mit 1.000 € Tagessatz ein, kostet jeder Auftritt rund 2.000 € Arbeitszeit, der Ertrag je Auftritt nach Abzug der Reisezeit sinkt von 8.000 auf 6.000 €, und die Schwelle steigt auf rund zwei Auftritte.

Aus derselben Rechnung ergibt sich der ROI, also der Überschuss im Verhältnis zu den Kosten. Im Jahr mit vier Auftritten stehen 32.000 € Umsatz gegen 11.880 € Pauschale und rund 8.000 € Reisezeit, zusammen 19.880 € Kosten. Der Überschuss von 12.120 € entspricht einem ROI von rund 61 Prozent, und Folgeaufträge derselben Kunden kommen in den Jahren danach hinzu.

Kosten und Umsatz fallen zeitlich auseinander. Die Pauschale läuft ab dem ersten Monat, zwischen Einreichung und Antwort liegen oft Wochen, und der Auftritt folgt oft Monate später. Aufträge entstehen erst danach, ein Teil des Umsatzes fällt deshalb erst im Folgejahr an.

## Pay to Speak gegen Pauschale: dieselbe Rechnung mit einem gekauften Platz

Bei Pay to Speak zahlst du einem Veranstalter Geld für einen Vortragsplatz, meist als Sponsorenpaket, und das kostet schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz. Ein Auftritt bringt in der Beispielrechnung bei 12.000 € Auftragswert im Mittel 8.000 € Umsatz. Ein gekaufter Platz kostet damit schon am unteren Ende mehr, als sein Auftritt einbringt, und jede weitere Buchung vergrößert den Fehlbetrag. Wann ein bezahlter Platz dennoch seinen Zweck erfüllt, ordnet der Beitrag [Sponsored Talk und Pay to Speak](/blog/muss-ich-fuer-die-buehne-bezahlen/) ein.

Die Pauschale bezahlt dagegen den Betrieb, der über das Jahr Einreichungen bei offenen Calls laufen lässt. Ein Call for Papers ist die öffentliche Ausschreibung, mit der eine Konferenz Vortragsvorschläge einsammelt. Die Pauschale verteilt sich dabei auf viele Einreichungen und auf jede Zusage, die aus ihnen entsteht.

**Drei Wege auf die Bühne in der Rechnung**
Kriterium | Pay to Speak | Selbst einreichen | Stage Starter
Kosten für zwölf Monate | schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz | Tage deiner Arbeitszeit | ab 990 € netto im Monat, ab 11.880 € netto auf zwölf Monate für den ganzen Betrieb
Schwelle bei 12.000 € Auftragswert | kein einzelner Auftritt deckt seinen Preis | deine Arbeitstage mal Tagessatz | rund eineinhalb Auftritte, mit Reisezeit rund zwei
Wer die Arbeit macht | der Veranstalter verkauft den Platz, du lieferst den Vortrag | du, von Recherche bis Nachfassen | wir, von Abstracts bis zur Begleitung auf die Bühne
Passt, wenn | du einen einzelnen Auftritt sicher kaufen willst | dein Kalender Platz hat | deine Zeit knapp ist und Kunden das Ziel sind

*Interaktives Werkzeug: Agentur-Rechner, stellt die eigenen Zeitkosten fürs Einreichen (Auftritte, Zusagequote, Einreichungen je Arbeitstag, Tagessatz) dem Agenturpreis gegenüber, bei Stage Starter ab 990 Euro netto im Monat. Nutzbar auf https://www.stage-starter.de/blog/lohnt-sich-eine-speaker-agentur/*

## Für wen sich die Rechnung am stärksten dreht

Je höher der Auftragswert, desto schneller dreht sie sich: Bei 12.000 € genügt rund ein Kunde, bei 25.000 € weniger als ein Auftritt. Am stärksten rechnet sich das Modell für Berater und Dienstleister mit hohem Auftragswert, wenig Zeit für Recherche und Nachfassen und dem Anspruch, vor Fachpublikum aufzutreten, und mit Kapazität für neue Kunden, deren Gespräche sie nach dem Auftritt selbst führen. Wer selbst einreicht, wählt die aufwendigere Alternative und stellt seine eigenen Tage der Pauschale gegenüber.

**Eine Speaker-Agentur lohnt sich, wenn ein gewonnener Kunde mehr Umsatz bringt als die Pauschalen eines Jahres, bei Stage Starter ab 11.880 € netto auf zwölf Monate, und wenn du die Gespräche nach dem Auftritt selbst führst. In der Beispielrechnung genügen bei 12.000 € Auftragswert rund eineinhalb Auftritte.**

**Grundlage**
- Auswertung von Stage Starter: 2.189 eigene Einreichungen für Kunden, davon 1.374 entschiedene Abstracts bei 433 entschiedenen Konferenzen.
- Gesprächskette je Auftritt, Auftritte im ersten Jahr und marktübliche Quote von höchstens 5 Prozent: Erfahrungswerte aus dem Einreichungsbetrieb, keine Studie.
- Honorare für Einsteiger nach den übereinstimmenden Angaben von Redneragenturen und Branchenmedien.

## Häufige Fragen

### Lohnt sich eine Speaker-Agentur für Berater und Freelancer?

Sie lohnt sich am stärksten, wenn ein gewonnener Kunde bei dir mehr als 11.880 € Umsatz bringt und deine Zeit für Recherche und Nachfassen knapp ist. Je höher der Auftragswert, desto weniger Auftritte deckt die Pauschale: Bei 25.000 € genügt weniger als einer.

### Wie viele Aufträge muss ich gewinnen, damit sich eine Speaker-Agentur rechnet?

Du teilst 11.880 € netto durch deinen Auftragswert. Bei 12.000 € genügt ein Auftrag, und halbierst du den Auftragswert auf 6.000 €, verdoppelt sich die Zahl. Nach dem Erfahrungswert von zwei Dritteln Auftrag je Auftritt entspricht ein Auftrag rund eineinhalb Auftritten.

### Ab welchem Auftragswert rechnet sich eine Speaker-Agentur?

Ab einem Auftragswert von rund 6.000 € je Kunde deckt die Rechnung ein Jahr Pauschale mit drei Auftritten, ab 12.000 € mit eineinhalb. Liegt der Auftragswert deutlich darunter oder fehlt die Kapazität für neue Kunden und für die Gespräche nach dem Auftritt, braucht die Rechnung mehr Auftritte, als das erste Jahr erfahrungsgemäß bringt. Am stärksten rechnet sich das Modell bei fünfstelligen Aufträgen und knapper Zeit.

### Was ist der ROI eines Konferenzauftritts?

Der ROI eines Konferenzauftritts ist der Umsatz aus den gewonnenen Aufträgen abzüglich der Kosten, geteilt durch die Kosten. In der Beispielrechnung mit vier Auftritten im Jahr und 12.000 € Auftragswert stehen 32.000 € Umsatz gegen 19.880 € Kosten aus Pauschale und Reisezeit, was einem ROI von rund 61 Prozent entspricht. Folgeaufträge derselben Kunden erhöhen ihn in den Jahren danach.

### Wie schnell zahlt sich eine Speaker-Agentur aus?

Bei 12.000 € Auftragswert deckt meist der erste gewonnene Kunde die Pauschale eines Jahres, und er kommt in der Regel im zweiten Halbjahr. Der Grund ist der Vorlauf: Der erste Auftritt liegt einige Monate nach dem Start, und die Gespräche danach brauchen weitere Wochen bis zum Auftrag.

### Ist Pay to Speak günstiger als eine Speaker-Agentur?

Ein einzelner bezahlter Platz kostet schnell 10.000 Euro und mehr, ein Jahr Pauschale kostet ab 11.880 € netto und bezahlt den laufenden Betrieb mit vielen Einreichungen. In der Beispielrechnung mit 12.000 € Auftragswert bringt ein Auftritt 8.000 €, ein gekaufter Platz liegt also über seinem Ertrag.

### Kann eine Speaker-Agentur Auftritte garantieren?

Eine Zusage kann keine Agentur garantieren, weil das Programmkomitee der Konferenz entscheidet. Zusagen kann sie Menge, Qualität und Zeitpunkt der Einreichungen, und bei unseren Einreichungen für Kunden sagen bis zu 19 Prozent der Konferenzen zu. Was eine Agentur seriös versprechen kann, zeigt [Erfolgsgarantie bei Speaker-Agenturen](/blog/speaker-agentur-erfolgsgarantie/).

### Welche Erfahrungen gibt es mit Speaker-Agenturen?

Aussagekräftige Erfahrungen nennen Zahlen: wie viele Abstracts eine Agentur eingereicht hat, wie viele entschieden und wie viele angenommen wurden. Bei uns sind von 2.189 eingereichten Abstracts 1.374 entschieden und 94 angenommen, und von 433 entschiedenen Konferenzen haben 83 zugesagt.

## Die Rechnung mit deinen Zahlen

Wer das Angebot einer Agentur prüft, setzt Pauschale, Auftragswert und die Zahl realistischer Auftritte in diese Rechnung ein und sieht, an welcher Größe sich die Entscheidung dreht. Mit deinem Auftragswert und deinem Thema rechnen wir sie gern im [Erstgespräch](/erstgespraech/) durch.
