# Done-for-you, Done-with-you oder selbst machen: die Modelle von Speaker-Agenturen

Autor: Marin Niehues, Stage Starter · Veröffentlicht: 2026-07-21
Thema: Speaker-Agentur (https://www.stage-starter.de/blog/thema/speaker-agentur/)
Quelle: https://www.stage-starter.de/blog/done-for-you-oder-done-with-you/

Bei Done-for-you übernimmt eine Speaker-Agentur die Arbeit bis zur Bühne, bei Done-with-you leitet ein Anbieter dich an, und beim Selbermachen erledigst du alles allein. Done-for-you (DFY) heißt „für dich erledigt“: Du lieferst Fachwissen und Freigabe, die Agentur schreibt Vortrag und Abstracts und reicht sie bei passenden Konferenzen ein. Done-with-you (DWY) heißt „mit dir erledigt“ und meint Coaching oder Beratung, bei denen du selbst einreichst, und Do-it-yourself (DIY) ist das Selbermachen ohne Begleitung. Dieser Beitrag vergleicht die drei Wege mit einem vierten Modell, dem gekauften Bühnenplatz, nennt die Kosten und zeigt, welcher Weg zu deinem Kalender passt.

**Die Modelle unterscheiden sich darin, wer die Einreichungen schreibt und abschickt. Bei Done-for-you liegt diese Arbeit bei der Agentur, in den beiden anderen Modellen bleibt sie in deinem Kalender.**

## Was ist der Unterschied zwischen Done-for-you, Done-with-you und selbst machen?

Der Unterschied liegt darin, wer die einzelnen Stationen bis zur Bühne erledigt. Bei einer Speaker-Agentur geht es darum, Experten auf Fachkonferenzen zu bringen, also auf Branchenveranstaltungen, bei denen Fachleute vor Fachpublikum vortragen und im Saal künftige B2B-Kunden sitzen. Der übliche Zugang führt über den Call for Papers, die öffentliche Ausschreibung, mit der eine Konferenz Vortragsvorschläge einsammelt. Ein solcher Vorschlag heißt Abstract und beschreibt kurz den geplanten Vortrag und seinen Nutzen für das Publikum, und das Programmkomitee, die Gruppe, die das Programm zusammenstellt, wählt aus den Abstracts aus.

Die Arbeit zerfällt in Stationen: Das Vortragsthema wird geschnitten, Abstracts entstehen, Konferenzen werden gesucht, jede Einreichung läuft über ein eigenes Formular, danach folgt das Nachfassen, und nach einer Zusage stimmt jemand Technik und Slot mit dem Veranstalter ab. Beim Selbermachen liegen alle Stationen bei dir, und bei Done-with-you liegen sie ebenfalls bei dir, wobei dir ein Anbieter mit Methode und Rückmeldung zur Seite steht. Bei Done-for-you übernimmt der Anbieter sie, während du das Fachwissen beisteuerst und die Ergebnisse freigibst. Wie der Weg vom Thema bis zur ersten Bühne insgesamt verläuft, beschreibt der [Leitfaden Speaker werden](/blog/speaker-werden-leitfaden/).

## Selbst machen: die Arbeit, die in deinem Kalender landet

Selbst einzureichen spart das Honorar und kostet dafür Zeit, die sich über Monate verteilt und bei Experten mit hohem Auftragswert der teurere Posten ist. Wie viel Arbeit dahintersteckt, zeigen unsere eigenen Einreichungen für Kunden.

**Unsere Einreichungen in Zahlen**
- rund 7 Prozent | Annahme je Abstract, 94 von 1.374 entschiedenen
- bis zu 19 Prozent | Zusagen je Konferenz, marktüblich höchstens 5 Prozent
- rund 22.700 | Konferenzen in unserer Datenbank, rund 1.500 mit offenem Call

Je Konferenz liegt die Quote höher, weil wir mehrere Abstracts einreichen und eine Zusage genügt: Bei unseren Einreichungen für Kunden kommen wir auf bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz, während marktüblich bei dieser Menge an Einreichungen höchstens 5 Prozent zu erwarten sind. Für vier bis sechs Auftritte im Jahr braucht es bei 7 Prozent je Abstract rechnerisch rund 60 bis 90 Einreichungen, und ein Betrieb, der diese Menge verlässlich erreicht, kommt im ersten Monat auf mindestens hundert Einreichungen bei rund zwanzig Konferenzen und danach auf mindestens fünfzig im Monat. Bei fertigem Profil sind fünfzehn bis zwanzig Einreichungen an einem Tag möglich, wer jede Einreichung auf eine Konferenz zuschneidet, schafft vier bis sechs.

Das Absenden ist dabei der kleinere Teil. Davor liegen Thema und Abstracts samt Bio, danach das Nachfassen, und die Entscheidungen kommen oft erst Wochen oder Monate nach dem Ende des Calls. Das Modell ist der aufwendigste der drei Wege und passt zu Experten, die viel Zeit regelmäßig einplanen und gern selbst schreiben. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Arbeitstage steht im Beitrag [Selbst einreichen oder Speaker-Agentur](/blog/selbst-einreichen-oder-speaker-agentur/).

## Was kostet Done-with-you für Speaker?

Done-with-you für Speaker kostet als Coaching oder Ausbildung meist einen vier- bis niedrigen fünfstelligen Betrag je Paket, und dazu kommt deine eigene Arbeitszeit. Ein Anbieter vermittelt, wie ein Abstract aufgebaut ist und wie sich Konferenzen auswählen lassen, gibt Rückmeldung zu deinen Texten und stellt oft Vorlagen bereit. Schreiben und Einreichen bleiben bei dir, ebenso das Nachfassen, und du baust dabei Wissen auf, das dir bei jeder späteren Einreichung hilft.

Das Modell passt zu Experten, die das Handwerk selbst beherrschen wollen, etwa weil später ein eigenes Team damit arbeiten soll. Wer vor allem Kunden gewinnen will, erhält eine Anleitung und erledigt die Arbeit weiterhin selbst, sodass zum Honorar die Stunden hinzukommen. Bei jedem Angebot dieser Art lohnt die Frage, wer einreicht, wie viele Stunden pro Woche der Anbieter von dir erwartet und was im Honorar enthalten ist, denn die Antworten zeigen, ob ein Angebot mit dem Wort Agentur im Namen die Arbeit übernimmt oder sie dir erklärt.

## Done-for-you: was die Agentur für dich erledigt

Bei Done-for-you erledigt die Agentur alle Stationen von der Recherche bis zum Nachfassen. Diese Arbeit übernimmt [Stage Starter](/) für dich: Wir finden die passenden Calls, schreiben die Einreichung und reichen ein, danach fassen wir nach und begleiten dich bis zur Bühne. Von dir kommen das Fachwissen und eine Freigabe, denn du gibst Vortrag und Abstracts einmal vor dem Start frei, für alle späteren Einreichungen zusammen. Die Gespräche nach dem Auftritt führst du selbst, weil die Kunden, die dort auf dich zukommen, deine sind.

Die Zusammenarbeit startet ab 990 € netto im Monat, und wer vorab einen schriftlichen Fahrplan möchte, beginnt mit dem Speaker Audit ab 2.000 € netto, der bei Beauftragung der Agentur angerechnet wird. Wir steuern die Menge der Einreichungen, die Qualität der Abstracts und die Auswahl der Konferenzen. Wie eine solche Einreichung im Einzelnen abläuft, beschreibt der Beitrag [Call for Papers einreichen lassen](/blog/call-for-papers-einreichen-lassen/).

**Was bei dir bleibt**
Bei einer Done-for-you-Leistung bleibst du der Absender. Du bringst Praxis und Haltung ein und gibst Vortrag und Abstracts einmal frei, und die Gespräche nach dem Auftritt führst du selbst.

## Pay to Speak: der gekaufte Bühnenplatz als viertes Modell

Als viertes Modell taucht bei der Suche nach einer Speaker-Agentur der gekaufte Bühnenplatz auf. Beim Pay to Speak verkauft ein Veranstalter Sprechplätze, meist als Sponsorenpaket oder gegen eine Gebühr für Redner. Das ist keine Agenturleistung, es erscheint jedoch unter demselben Suchwort, und für einen einzigen Vortragsplatz werden schnell 10.000 Euro und mehr fällig. Gesponserte Sessions sind im Programm oft nicht gekennzeichnet, und ein Fachpublikum erkennt sie trotzdem häufig am werblichen Zuschnitt, sodass ein solcher Vortrag bei ihm wenig Gewicht gewinnt.

Zum Vergleich kosten zehn Monate Zusammenarbeit mit Stage Starter ab 9.900 € netto, und in dieser Zeit läuft der ganze Betrieb von der Recherche bis zur Begleitung auf die Bühne. Der Beitrag [Sponsored Talk und Pay to Speak](/blog/muss-ich-fuer-die-buehne-bezahlen/) ordnet bezahlte Plätze im Einzelnen ein.

**Vier Modelle im Überblick**
Kriterium | Selbst machen | Done-with-you | Pay to Speak | Stage Starter
Wer arbeitet | du, an allen Stationen | du, mit Anleitung eines Anbieters | der Veranstalter verkauft, du baust den Vortrag | die Agentur, du gibst einmal frei
Was du zahlst | Arbeitszeit | meist vier- bis niedrig fünfstellig je Paket, plus Arbeitszeit | schnell 10.000 Euro und mehr für einen einzigen Vortragsplatz | ab 990 € netto im Monat für den ganzen Betrieb
Wer entscheidet über die Bühne | das Programmkomitee | das Programmkomitee | der Veranstalter, gegen Bezahlung | das Programmkomitee
Passt, wenn | du Zeit und Freude am Schreiben hast | du das Handwerk selbst lernen willst | ein einzelner Termin dein Budget wert ist | dein Kalender voll ist und Kunden das Ziel sind

## Für wen sich das Modell am stärksten rechnet

Über das Modell entscheiden vor allem die Stunden, die du über mehrere Monate freihalten kannst, und erst danach das Budget. Einreichungen wirken mit Verzögerung, und wer nach sechs Wochen aufhört, weil die Wochen voll waren, hat die Vorarbeit kaum genutzt. Wer selbst einreicht oder sich anleiten lässt, wählt den aufwendigeren Weg und rechnet die Zeitkosten gegen den Auftragswert. Am stärksten rechnet sich Done-for-you für Experten mit wenig Zeit, hohem Auftragswert und dem Anspruch, vor Fachpublikum zu sprechen, denn bei ihnen haben Kundenprojekte Vorrang, und jemand anderes übernimmt die Stationen.

**Wie viele Stunden du über Monate freihalten kannst, entscheidet über das Modell. Reichen sie nicht, nimmt dir nur ein Done-for-you-Modell die ganze Arbeit ab, inhaltlich und organisatorisch.**

Die Modelle lassen sich nacheinander nutzen. Wer zunächst selbst einreicht und merkt, dass die Zeit fehlt, kann später eine Agentur beauftragen und ihr die bis dahin entstandenen Abstracts als Material mitgeben. Wie Agenturen ihre Preise gestalten und was in einer Pauschale stecken sollte, behandelt der Beitrag [Was kostet eine Speaker-Agentur?](/blog/was-kostet-eine-speaker-agentur/).

**Done-for-you übernimmt die Arbeit von der Recherche bis zum Nachfassen und startet bei Stage Starter ab 990 € netto im Monat, Done-with-you leitet dich gegen einen Paketpreis an, und Selbermachen kostet Arbeitszeit. Den Ausschlag geben die Stunden, die du über Monate freihalten kannst.**

**Grundlage**
Auswertung von Stage Starter: eigene Einreichungen für Kunden, 2.189 eingereichte Abstracts, davon 1.374 entschieden, sowie 433 entschiedene Konferenzen, und unsere Konferenzdatenbank. Preisspannen für Coaching und Ausbildung nach den veröffentlichten Paketpreisen von Anbietern am deutschen Markt.

## Häufige Fragen

### Was bedeutet Done-for-you bei einer Speaker-Agentur?

Done-for-you heißt, dass die Agentur die Arbeit für dich erledigt: Sie entwickelt Vortrag und Abstracts, recherchiert Konferenzen und reicht in deinem Namen ein, bis du auf der Bühne stehst. Du lieferst Fachwissen und gibst Vortrag und Abstracts einmal vor dem Start frei.

### Was ist der Unterschied zwischen Done-for-you und Done-with-you?

Bei Done-with-you leitet dich ein Anbieter an, und Schreiben und Einreichen bleiben bei dir. Bei Done-for-you erledigt die Agentur diese Arbeit, und du sparst die Zeit, die Eigenarbeit oder Anleitung kosten.

### Was bedeutet Do-it-yourself im Vergleich zu DFY und DWY?

Do-it-yourself bedeutet, dass du alle Stationen allein erledigst, vom Thema über die Abstracts bis zum Nachfassen, ohne Anleitung und ohne Agentur. Du zahlst dabei kein Honorar, dafür trägst du den gesamten Zeitaufwand. DWY ergänzt das um Anleitung, DFY nimmt dir die Arbeit ab.

### Was kostet Done-with-you-Coaching für Speaker typischerweise?

Coaching- und Ausbildungspakete für Speaker liegen meist im vier- bis niedrigen fünfstelligen Bereich je Paket. Dazu kommt deine eigene Arbeitszeit, weil du weiterhin selbst schreibst und einreichst. Frag vor dem Kauf, wie viele Stunden pro Woche der Anbieter von dir erwartet.

### Was kostet eine Done-for-you-Speaker-Agentur?

Bei Stage Starter startet die Zusammenarbeit ab 990 € netto im Monat für den ganzen Betrieb. Wer mit dem Speaker Audit ab 2.000 € netto beginnt, bekommt ihn bei Beauftragung der Agentur angerechnet. Beim Vergleich mit anderen Anbietern zählen die enthaltenen Stationen und die Zahl der Einreichungen im Monat.

### Was sind Vor- und Nachteile von Done-for-you?

Der größte Vorteil ist die Zeit, denn die Agentur übernimmt rund 25 bis 35 Stunden Arbeit im Monat, die ein voller Einreichungsbetrieb nach unserer Schätzung bindet. Dafür zahlst du eine Monatspauschale, bei Stage Starter ab 990 € netto, und das Handwerk des Einreichens lernst du nur am Rand kennen. Für Experten, die Kunden gewinnen wollen, wiegt der Zeitgewinn schwerer.

### Wie viel Zeit kostet mich eine Done-for-you-Agentur noch?

Bei dir bleiben die einmalige Freigabe von Vortrag und Abstracts und die Auftritte selbst. Ein eintägiger Auftritt in einer anderen Stadt bindet zwei, mit weiter Anreise drei Reisetage. Die Gespräche nach dem Vortrag führst du selbst.

### Lohnt sich ein Speaker-Coaching statt einer Agentur?

Ein Speaker-Coaching lohnt sich, wenn du Auftreten und Vortragsaufbau verbessern oder das Einreichen selbst lernen willst. Bühnen bringt es dir nicht, denn die Einreichungen schreibst du danach weiterhin selbst. Wer vor allem Kunden gewinnen will und wenig Zeit hat, fährt mit einer Agentur schneller.

### Kann eine Speaker-Agentur Auftritte garantieren?

Nein, darüber entscheidet das Programmkomitee der Konferenz. Eine Agentur bestimmt die Menge und Qualität der Einreichungen und die Auswahl der Konferenzen, und bei unseren Einreichungen für Kunden kommen wir auf bis zu 19 Prozent Zusagen je Konferenz, marktüblich sind höchstens 5 Prozent.

Welche Stationen in deinem Fall bei dir bleiben und wie der Einreichungsbetrieb für dein Thema aussähe, klären wir im [Erstgespräch](/erstgespraech/).
